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Seit 105 Jahren Familienbetrieb, heute wird „Der Zwick“ in vierter Generation geführt. © Zwick
Der Zwick

Zwick: Neue
Generation, bewährte Werte

Vier Generationen, Handwerk, Industrie und Frauenpower: „Der Zwick“ ist seit 105 Jahren fester Bestandteil von Bleiburg und wird heute von Christina und Magdalena Hainz sowie Niko Hainz-Kueznik geführt.

12.02.2026 09:14 von Sarah Aichwalder
Lesezeit 9 Minuten

Im Jahr 1921 zog es die zwei Gailtaler Vinzent und Philipp Zwick ins Jauntal, wo sie am Bleiburger Haupt­platz eine Eisen­handlung gründeten. Fünf Jahre danach trennten sich ihre Wege, und Philipp Zwick blieb bis zu seiner Verschleppung 1945 allei­niger Inhaber des Unternehmens.Sein Bruder Hans Zwick übernahm. Danach ging die Geschäfts­führung an Nichte Maria Hainz und ihren Mann Josef über. In dieser Zeit wurde der Betrieb wesentlich erweitert: Am Rosenweg in Bleiburg entstand eine Baustoff­handlung, zudem wurde eine Lager­halle am Haupt­platz angekauft, die bis heute als Ausstel­lungs­halle dient.

1975 wurden die Räumlich­keiten am Haupt­platz umgebaut und vergrößert. Vier Jahre später traten die Söhne
Christian und Philipp Hainz in das Unter­nehmen ein und führten ab 1985 gemeinsam mit ihren Ehefrauen Helga und Karin den Famili­en­be­trieb weiter. Ab dieser Zeit wurde das Sortiment konti­nu­ierlich um Fenster, Türen, Tore und Sonnen­schutz erweitert.

Heute wird das Unter­nehmen in vierter Generation von Christina und Magdalena Hainz sowie Niko Hainz-Kueznik geführt. Das Sortiment konzen­triert sich mittler­weile auf Eisen­waren, Werkzeuge, Öfen, Fenster, Garagentore, Innen- und Außen­türen sowie Beschat­tungs­systeme. Das tradi­ti­ons­reiche Famili­en­un­ter­nehmen beschäftigt rund 30 Mitar­bei­tende, darunter auch einen Lehrling.

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Zwischen Boom und Mangel

Trotz stabiler Struk­turen stehe das Unter­nehmen vor typischen Heraus­for­de­rungen des Handwerks. „Der Fachkräf­te­mangel betrifft uns vor allem im Monta­ge­be­reich. Ein großes Problem ist, dass es keinen eigenen Lehrberuf für Fenster­mon­teure gibt. Deshalb sind wir auf Fachkräfte aus anderen Branchen wie Tischler oder Maurer angewiesen, die wir entspre­chend einschulen müssen“, so Magdalena Hainz.

An Aufträgen mangelt es dem Unter­nehmen das ganze Jahr über nicht. „Unsere Mitar­beiter sind ganzjährig angestellt und müssen aufgrund der guten Auftragslage nicht stempeln geschickt werden“, berichtet Hainz.

Einen deutlichen Boom erlebte der Betrieb während der Corona-Jahre – damals stand weniger der Preis als vielmehr die Lieferzeit im Fokus. Danach folgte ein spürbarer Rückgang, der jedoch durch Sanie­rungs­för­de­rungen wieder abgefedert wurde. „Der Neubau ist stark zurück­ge­gangen, viele Menschen setzen nun verstärkt auf Sanie­rungen.“ Auch öffent­liche Aufträge gehören zum Tätig­keitsfeld, wodurch seit der Pandemie der Perso­nal­stand gehalten werden konnte. Neben Projekten in Kärnten und der Steiermark werden auch Aufträge in Slowenien abgewi­ckelt.

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Seit 2022 ist das Unter­nehmen zudem Gold-Level-Partner der Firma Internorm. „Unsere Kunden wissen, dass sie sich auf Qualität und hochwertige Produkte verlassen können. Als Unter­nehmen mit jahrzehn­te­langer Erfahrung stehen wir voll und ganz hinter dem, was wir anbieten“, betont Hainz.

Dieser Anspruch spiegelt sich auch in der Haltung wider, mit der die junge Generation den Betrieb führt: „In einer männer­do­mi­nierten Branche ist es entscheidend, Mut zu zeigen und sich nicht klein­machen zu lassen – nur weil man eine Frau ist. Der Rückhalt und die Unter­stützung der vorhe­rigen Genera­tionen sind ein wesent­licher Schlüssel zum Erfolg“, erklärt die 36-jährige Bleibur­gerin.

Aus der Chronik
  • 1921 gründen Philipp und Vinzenz Zwick eine Eisen­handlung am Bleiburger Haupt­platz.
  • 1969 übernehmen Josef und Maria Hainz die Firma, erweitern sie zu einer Baustoff­handlung und kaufen eine Lager­halle am Haupt­platz, die heute als Ausstel­lungs­halle genutzt wird.
  • 1985 werden Philipp und Christian Hainz als Geschäfts­führer bestellt.
  • Seit 2022 ist die Firma „Der Zwick“ Gold-Level-Partner von Internorm.
  • Seit 2024 führt die bereits vierte Generation das Unter­nehmen: Christina und Magdalena Hainz sowie Niko Hainz-Kueznik.
  • In den kommenden Jahren ist ein Umbau zum barrie­re­freien Schauraum geplant.
Zum Unter­nehmen
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 3/26 erschienen.
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