Zwick: Neue
Generation, bewährte Werte
Vier Generationen, Handwerk, Industrie und Frauenpower: „Der Zwick“ ist seit 105 Jahren fester Bestandteil von Bleiburg und wird heute von Christina und Magdalena Hainz sowie Niko Hainz-Kueznik geführt.
Im Jahr 1921 zog es die zwei Gailtaler Vinzent und Philipp Zwick ins Jauntal, wo sie am Bleiburger Hauptplatz eine Eisenhandlung gründeten. Fünf Jahre danach trennten sich ihre Wege, und Philipp Zwick blieb bis zu seiner Verschleppung 1945 alleiniger Inhaber des Unternehmens.Sein Bruder Hans Zwick übernahm. Danach ging die Geschäftsführung an Nichte Maria Hainz und ihren Mann Josef über. In dieser Zeit wurde der Betrieb wesentlich erweitert: Am Rosenweg in Bleiburg entstand eine Baustoffhandlung, zudem wurde eine Lagerhalle am Hauptplatz angekauft, die bis heute als Ausstellungshalle dient.
1975 wurden die Räumlichkeiten am Hauptplatz umgebaut und vergrößert. Vier Jahre später traten die Söhne
Christian und Philipp Hainz in das Unternehmen ein und führten ab 1985 gemeinsam mit ihren Ehefrauen Helga und Karin den Familienbetrieb weiter. Ab dieser Zeit wurde das Sortiment kontinuierlich um Fenster, Türen, Tore und Sonnenschutz erweitert.
Heute wird das Unternehmen in vierter Generation von Christina und Magdalena Hainz sowie Niko Hainz-Kueznik geführt. Das Sortiment konzentriert sich mittlerweile auf Eisenwaren, Werkzeuge, Öfen, Fenster, Garagentore, Innen- und Außentüren sowie Beschattungssysteme. Das traditionsreiche Familienunternehmen beschäftigt rund 30 Mitarbeitende, darunter auch einen Lehrling.
Zwischen Boom und Mangel
Trotz stabiler Strukturen stehe das Unternehmen vor typischen Herausforderungen des Handwerks. „Der Fachkräftemangel betrifft uns vor allem im Montagebereich. Ein großes Problem ist, dass es keinen eigenen Lehrberuf für Fenstermonteure gibt. Deshalb sind wir auf Fachkräfte aus anderen Branchen wie Tischler oder Maurer angewiesen, die wir entsprechend einschulen müssen“, so Magdalena Hainz.
An Aufträgen mangelt es dem Unternehmen das ganze Jahr über nicht. „Unsere Mitarbeiter sind ganzjährig angestellt und müssen aufgrund der guten Auftragslage nicht stempeln geschickt werden“, berichtet Hainz.
Einen deutlichen Boom erlebte der Betrieb während der Corona-Jahre – damals stand weniger der Preis als vielmehr die Lieferzeit im Fokus. Danach folgte ein spürbarer Rückgang, der jedoch durch Sanierungsförderungen wieder abgefedert wurde. „Der Neubau ist stark zurückgegangen, viele Menschen setzen nun verstärkt auf Sanierungen.“ Auch öffentliche Aufträge gehören zum Tätigkeitsfeld, wodurch seit der Pandemie der Personalstand gehalten werden konnte. Neben Projekten in Kärnten und der Steiermark werden auch Aufträge in Slowenien abgewickelt.
Seit 2022 ist das Unternehmen zudem Gold-Level-Partner der Firma Internorm. „Unsere Kunden wissen, dass sie sich auf Qualität und hochwertige Produkte verlassen können. Als Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung stehen wir voll und ganz hinter dem, was wir anbieten“, betont Hainz.
Dieser Anspruch spiegelt sich auch in der Haltung wider, mit der die junge Generation den Betrieb führt: „In einer männerdominierten Branche ist es entscheidend, Mut zu zeigen und sich nicht kleinmachen zu lassen – nur weil man eine Frau ist. Der Rückhalt und die Unterstützung der vorherigen Generationen sind ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg“, erklärt die 36-jährige Bleiburgerin.
- 1921 gründen Philipp und Vinzenz Zwick eine Eisenhandlung am Bleiburger Hauptplatz.
- 1969 übernehmen Josef und Maria Hainz die Firma, erweitern sie zu einer Baustoffhandlung und kaufen eine Lagerhalle am Hauptplatz, die heute als Ausstellungshalle genutzt wird.
- 1985 werden Philipp und Christian Hainz als Geschäftsführer bestellt.
- Seit 2022 ist die Firma „Der Zwick“ Gold-Level-Partner von Internorm.
- Seit 2024 führt die bereits vierte Generation das Unternehmen: Christina und Magdalena Hainz sowie Niko Hainz-Kueznik.
- In den kommenden Jahren ist ein Umbau zum barrierefreien Schauraum geplant.







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