„Wichtig ist, sich an den Markt anzupassen“
Ferdinand Ranacher erzählt, wie er sich in der Region einbringt und warum Unternehmer wichtig für das Land sind.
„Kärntner Wirtschaft“: Was macht erfolgreich gelebtes Unternehmertum aus?
Ferdinand Ranacher: Freude am Arbeiten, Zielstrebigkeit, persönliches Engagement, den Markt erkennen und sich anpassen können, auf Mitarbeiter hören und die Leute gut behandeln.
Für welche Werte hat ein gestandenes Unternehmen zu stehen?
Zuverlässigkeit, Handschlagqualität und ein beständiger Arbeitgeber für Menschen in der Region zu sein.
Warum sind Unternehmerpersönlichkeiten wichtig für das Land?
Sie sind Vorbilder, die zeigen, dass es gute Möglichkeiten gibt, etwas aus sich zu machen.
Wie bringen Sie sich in der Region ein?
Wir unterstützen immer wieder Sozialprojekte. Tragen das aber nicht in die Öffentlichkeit. Wir machen viel anonym und unterstützen viele kleine Projekte. Heuer sponsern wir wieder den Sozialmarkt mit Gutscheinen für mehrere hundert Paar Schuhe.
Wird die Bedeutung des Unternehmertums in der Öffentlichkeit wahrgenommen?
Ja, ich finde schon.
Was sind die größten Gefahren für das Unternehmertum?
Ein Unternehmen muss mit Gefahren umgehen können. Ein Unternehmer heißt Unternehmer, weil er unternimmt.
- 1995 gründet Ferdinand Ranacher sein erstes Geschäft für Orthopädiebedarf und Bandagen in Wolfsberg.
- Spezialisiert hat sich das Sanitätshaus auf Füße. Nach einer eigenen Methode werden sie vermessen und Einlagen an die Bedürfnisse der Füße angepasst.
- Drei Jahre später eröffnet er einen Standort in Klagenfurt, weitere Geschäfte in Völkermarkt, Spittal, Villach, Hermagor, Feldkirchen und St. Veit folgen. Inzwischen ist die Firmenzentrale in Klagenfurt angesiedelt.
- Ranacher beschäftigt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in insgesamt elf Filialen und der Zentrale samt Schneiderei und Werkstätte tätig sind. Dort werden auch Mieter, Orthesen oder Bandagen handgefertigt.