Ferdinand Ranacher gründete sein ­Sanitätshaus vor 30 Jahren. Neben der ­Zentrale in Klagenfurt hat sein ISO-zertifiziertes Unternehmen elf ­Filialen in ganz Kärnten.
Ferdinand Ranacher gründete sein ­Sanitätshaus vor 30 Jahren. Neben der ­Zentrale in Klagenfurt hat sein ISO-zertifiziertes Unternehmen elf ­Filialen in ganz Kärnten. © Ranacher
Ranacher

Ranacher’s Erfolg
steht auf gesunden Füßen

Wenn jemand Unterstützung braucht, ist Ferdinand Ranacher zur Stelle: In seinem Sanitätshaus reicht das Sortiment von Bandagen bis hin zu Krankenbetten. ­Besonderes Augenmerk legt er auf gesunde Füße.

08.12.2025 09:30 von Ines Tebenszky
Lesezeit 7 Minuten

Menschen zu unter­stützen, die Hilfe brauchen, ist ein Thema, das Ferdinand Ranacher schon lange begleitet. Der gelernte Bandagist, der sich vor 30 Jahren selbst­ständig machte, hat bereits in jungen Jahren erfahren, was es heißt, wenn jemand auf die Hilfe anderer angewiesen ist „Ich bin bei Zieheltern aufge­wachsen, die beide blind waren. Meine Kindheit war mit Liebe und Gebor­genheit erfüllt“, erinnert er sich. In vielen Bereichen sei seine Unter­stützung nötig gewesen, bei Fernseh­sen­dungen wurde er zum Erzähler. „Das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich heute so viel rede“, erzählt er schmun­zelnd.

Nach der Ausbildung zum Banda­gisten sowie dem Ablegen der Meister­prüfung ging Ranacher zunächst einige Jahre nach Deutschland. Nach seiner Rückkehr in die Heimat arbeitete er im Sanitätshaus Fial. „Mein Chef hat mir viele Möglich­keiten gegeben und letztlich war die Arbeit dort auch mein Sprung­brett in die Selbst­stän­digkeit.“ Den Wunsch, sich selbst­ständig zu machen, erfüllte er sich mit einem eigenen Geschäft in Wolfsberg, das Krankenhaus zählte damals zu seinen ersten Kunden. Bald darauf folgte die Expansion in die Landes­haupt­stadt. „In Klagenfurt wurde es mir anfangs nicht leicht gemacht – ich war der erste in der Branche, der kein Sohn war, sondern sich selbst etwas aufgebaut hat. Ich habe viel gearbeitet und mir nichts geleis­tet, weil ich etwas weiter­bringen wollte.“

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Elf Filialen in ganz Kärnten

Das ist ihm dann auch bald gelungen – heute ist die Firmen­zen­trale in Klagenfurt, elf Filialen gibt es in ganz Kärnten, darunter auch ein Diskont-Geschäft in Viktring, das auch gerne von Kunden aus Italien oder Slowenien besucht wird. „Die Krönung war aber, dass ich bald nach meinem Start meine Frau Ingrid kennen­ge­lernt habe. Anfangs war es nicht geplant, dass sie mitar­beitet, jetzt ist aber ihr und natürlich meinem tollen Team der Erfolg des Unter­nehmens zu verdanken“, betont Ranacher.

Viele Kunden verbinden den Namen Ranacher vor allem mit gesunden Füßen. Nach einer spezi­ellen Methode werden die Füße seiner Kunden vermessen und entspre­chende Einlagen angefertigt. Nach Maß werden aber auch Bandagen, Orthesen oder Mieder genäht – vier Näherinnen sind darauf spezia­li­siert. Kunden, die nicht mobil sind, werden zuhause besucht. „Hilfs­be­reit­schaft wird bei uns generell groß geschrieben – unsere Kunden schätzen nette Worte beim Einkauf oder eine helfende Hand, dafür werden die Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter oft von ihnen gelobt“, freut sich Ranacher.

Spende an den Sozial­markt

Auch ist es ihm ein Anliegen, finan­ziell schlechter gestellten Menschen eine Freude zu bereiten. „Wir spenden heuer wieder mehrere hundert Paar Schuhe an den Sozial­markt. Damit sie den Kunden gut passen, gibt es Gutscheine, die sie bei uns einlösen können.“ Ein Geschenk, das gut angenommen wird – ebenso wie die Kinder­pan­toffel, die Ranacher zum Schul­beginn verschenkt hat.

Aus der Chronik
  • 1995 gründet Ferdinand Ranacher sein erstes Geschäft für Ortho­pä­die­bedarf und Bandagen in Wolfsberg.
  • Spezia­li­siert hat sich das Sanitätshaus auf Füße. Nach einer eigenen Methode werden sie vermessen und Einlagen an die Bedürf­nisse der Füße angepasst.
  • Drei Jahre später eröffnet er einen Standort in Klagenfurt, weitere Geschäfte in Völker­markt, Spittal, Villach, Hermagor, Feldkirchen und St. Veit folgen. Inzwi­schen ist die Firmen­zen­trale in Klagenfurt angesiedelt.
  • Ranacher beschäftigt rund 50 Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter, die in insgesamt elf Filialen und der Zentrale samt Schnei­derei und Werkstätte tätig sind.
    Dort werden auch Mieter, Orthesen oder Bandagen handge­fertigt.
Zum Unter­nehmen
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 23/25 erschienen.
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