Ranacher’s Erfolg
steht auf gesunden Füßen
Wenn jemand Unterstützung braucht, ist Ferdinand Ranacher zur Stelle: In seinem Sanitätshaus reicht das Sortiment von Bandagen bis hin zu Krankenbetten. Besonderes Augenmerk legt er auf gesunde Füße.
Menschen zu unterstützen, die Hilfe brauchen, ist ein Thema, das Ferdinand Ranacher schon lange begleitet. Der gelernte Bandagist, der sich vor 30 Jahren selbstständig machte, hat bereits in jungen Jahren erfahren, was es heißt, wenn jemand auf die Hilfe anderer angewiesen ist „Ich bin bei Zieheltern aufgewachsen, die beide blind waren. Meine Kindheit war mit Liebe und Geborgenheit erfüllt“, erinnert er sich. In vielen Bereichen sei seine Unterstützung nötig gewesen, bei Fernsehsendungen wurde er zum Erzähler. „Das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich heute so viel rede“, erzählt er schmunzelnd.
Nach der Ausbildung zum Bandagisten sowie dem Ablegen der Meisterprüfung ging Ranacher zunächst einige Jahre nach Deutschland. Nach seiner Rückkehr in die Heimat arbeitete er im Sanitätshaus Fial. „Mein Chef hat mir viele Möglichkeiten gegeben und letztlich war die Arbeit dort auch mein Sprungbrett in die Selbstständigkeit.“ Den Wunsch, sich selbstständig zu machen, erfüllte er sich mit einem eigenen Geschäft in Wolfsberg, das Krankenhaus zählte damals zu seinen ersten Kunden. Bald darauf folgte die Expansion in die Landeshauptstadt. „In Klagenfurt wurde es mir anfangs nicht leicht gemacht – ich war der erste in der Branche, der kein Sohn war, sondern sich selbst etwas aufgebaut hat. Ich habe viel gearbeitet und mir nichts geleistet, weil ich etwas weiterbringen wollte.“
Einblicke
Elf Filialen in ganz Kärnten
Das ist ihm dann auch bald gelungen – heute ist die Firmenzentrale in Klagenfurt, elf Filialen gibt es in ganz Kärnten, darunter auch ein Diskont-Geschäft in Viktring, das auch gerne von Kunden aus Italien oder Slowenien besucht wird. „Die Krönung war aber, dass ich bald nach meinem Start meine Frau Ingrid kennengelernt habe. Anfangs war es nicht geplant, dass sie mitarbeitet, jetzt ist aber ihr und natürlich meinem tollen Team der Erfolg des Unternehmens zu verdanken“, betont Ranacher.
Viele Kunden verbinden den Namen Ranacher vor allem mit gesunden Füßen. Nach einer speziellen Methode werden die Füße seiner Kunden vermessen und entsprechende Einlagen angefertigt. Nach Maß werden aber auch Bandagen, Orthesen oder Mieder genäht – vier Näherinnen sind darauf spezialisiert. Kunden, die nicht mobil sind, werden zuhause besucht. „Hilfsbereitschaft wird bei uns generell groß geschrieben – unsere Kunden schätzen nette Worte beim Einkauf oder eine helfende Hand, dafür werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oft von ihnen gelobt“, freut sich Ranacher.
Spende an den Sozialmarkt
Auch ist es ihm ein Anliegen, finanziell schlechter gestellten Menschen eine Freude zu bereiten. „Wir spenden heuer wieder mehrere hundert Paar Schuhe an den Sozialmarkt. Damit sie den Kunden gut passen, gibt es Gutscheine, die sie bei uns einlösen können.“ Ein Geschenk, das gut angenommen wird – ebenso wie die Kinderpantoffel, die Ranacher zum Schulbeginn verschenkt hat.
- 1995 gründet Ferdinand Ranacher sein erstes Geschäft für Orthopädiebedarf und Bandagen in Wolfsberg.
- Spezialisiert hat sich das Sanitätshaus auf Füße. Nach einer eigenen Methode werden sie vermessen und Einlagen an die Bedürfnisse der Füße angepasst.
- Drei Jahre später eröffnet er einen Standort in Klagenfurt, weitere Geschäfte in Völkermarkt, Spittal, Villach, Hermagor, Feldkirchen und St. Veit folgen. Inzwischen ist die Firmenzentrale in Klagenfurt angesiedelt.
- Ranacher beschäftigt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in insgesamt elf Filialen und der Zentrale samt Schneiderei und Werkstätte tätig sind.
Dort werden auch Mieter, Orthesen oder Bandagen handgefertigt.