Ingo und Daniela Felsberger mit ihrer tierischen Feel-Good-Managerin, der Hündin Izzy, in ihrer Praxis.
Ingo und Daniela Felsberger mit ihrer tierischen Feel-Good-Managerin, der Hündin Izzy, in ihrer Praxis. © Peter Just
„Pet-Fisio“

Tieri­sches
Wohlbe­finden

Ingo und Daniela Felsberger haben in Ferlach mit „Pet-Fisio“ ein österreichweites einzigartiges Angebot für Tiere geschaffen.

17.06.2025 09:13 - Update am: 18.06.2025 07:13 von Anita Arneitz
Lesezeit 3 Minuten

Sommer­frisur für den Hund, Krallen­pflege, schmerz­lin­dernde Massage für die Katze, Bewegungs­the­rapie für die Gelenk­ge­sundheit, Thalas­s­o­be­handlung mit der Kraft des Meeres oder Ernäh­rungs­be­ratung bei Allergien, Unver­träg­lich­keiten oder Überge­wicht: Das sind nur einige der Angebote des Unter­nehmens „Pet-Fisio“aus Ferlach. Ingo Felsberger und seine Frau Daniela bieten unter der Marke verschie­denste Anwen­dungen für Klein­tiere wie Hund oder Katze. „Wir mochten Tiere schon immer gerne und erfuhren zufällig von den Ausbil­dungs­mög­lich­keiten“, erzählt Felsberger. 17 Monate lang haben die beiden jedes Wochenende in ihre Ausbildung inves­tiert. Heute sind sie Hunde­masseur, Klein­tier­be­we­gungs­trainer, Ernäh­rungs­be­rater und Tierfriseur.

„Pet-Fisio“ ist mehr als ein Hunde­salon

Die modern ausge­stattete Praxis mit Bewegungs­garten wurde im Frühjahr eröffnet: „Unsere Praxis ist damit so viel mehr als ein Hunde­salon. Wir trainieren mit den Tieren nach Verlet­zungen oder Opera­tionen und haben mit modernstem Equipment ein stress­freies Wohlfüh­lam­biente für die Vierbeiner geschaffen.“ Jeder Vierbeiner hat einen Einzel­termin und darf vorher ankommen und entspannen, bevor es mit der Fellpflege oder dem Training losgeht.

© Peter Just

Von der Stadt­ge­meinde Ferlach sind die Klagen­furter mit ihrer Idee mit offenen Armen aufge­nommen worden und wurden bei der Suche nach einem passenden Ort unter­stützt. Inzwi­schen kommen Kunden aus ganz Kärnten.

Mit Konzept gestartet

„Unser Konzept wird gut angenommen und wir haben einige Tierärzte, mit denen wir zusam­men­ar­beiten und die uns weiter­emp­fehlen.“ Dennoch sind die beiden nicht blauäugig in das Abenteuer Selbst­stän­digkeit gestartet, sondern mit Businessplan und klarem Konzept. „Kein Betrieb sperrt auf und sofort rennen einem die Kunden die Türen ein. Uns ist bewusst, dass es Zeit braucht und wir damit nicht reich werden. Aber es ist ein erfül­lendes Gefühl, Tieren helfen zu können“, sagt Felsberger. So kann den Tieren zum Beispiel nach Kreuz­band­rissen oder Bandschei­ben­vor­fällen geholfen werden, wieder mobil zu werden und ein normales Gangbild wieder­her­zu­stellen.

Jobwechsel war keine leichte Entscheidung

Mit Mitte 50 die Branche komplett zu wechseln und einen gut bezahlten Job im Finanz­be­reich aufzu­geben, war keine leichte Entscheidung: „Es lohnt sich nur, wenn man wirklich etwas findet, was einem Spaß macht und ein Sinngefühl gibt. Für mich ist es das Schönste, wenn ich sehe, welche Freude Zwei- und Vierbeiner nach einem Termin bei uns haben. Abends komme ich von der Arbeit heim und kann sagen, es war einfach ein schöner Tag.“

„Der eigene Chef zu sein, ist das Beste“

Seine Frau und er haben eine Vision: Sie möchten nicht nur selbst mit den Tieren arbeiten, sondern auch Ausbil­dungen anbieten und in zehn oder fünfzehn Jahren eine erfolg­reiche Praxis an einen Nachfolger übergeben. „Der Schritt in die Selbst­stän­digkeit, in der man sein eigener Chef sein kann, ist absolut das Beste.“

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