In Turin besuchten die Teilnehmer der Start-up-Reise das wichtigste Start-up-Event des Jahres, die Italian Tech Week.
In Turin besuchten die Teilnehmer der Start-up-Reise das wichtigste Start-up-Event des Jahres, die Italian Tech Week. © KW/Blasi
Start-up-Reise

Start-up-Hotspot Italien

Padua, Mailand und Turin standen auf dem Programm der Start-up-Reise der WK Kärnten.

01.10.2024 12:30 von Claudia Blasi
Lesezeit 7 Minuten

Vom italie­ni­schen „dolce vita“ war bei der Start-up-Reise nicht viel zu spüren. In drei Tagen durften die 15 Teilnehmer drei Städte erkunden: Das Innova­ti­ons­zentrum „Le Village by CA Triveneto“ in Padua versteht sich als Förderer und Drehscheibe für die Koope­ration zwischen italie­ni­schen und inter­na­tio­nalen Unter­nehmen, Univer­si­täten, Forschungs­ein­rich­tungen und Inves­toren. Hier nutzten die Teilnehmer die Chance, sich und ihre Geschäfts­ideen vorzu­stellen und Kontakte zu knüpfen.

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In Mailand gab der Wirtschafts­de­le­gierte Christoph Plank einen Überblick zum italie­ni­schen Markt. In Mailand ist die Dichte an Start-ups besonders hoch, was sich auch im Ökosystem abzeichnet. Zahlreiche Verei­ni­gungen wie etwa InnovUp, Bildungs­an­bieter wie Talent Garden oder eigene Start-up-Accele­ra­toren wie Zest unter­stützen am Beginn der unter­neh­me­ri­schen Reise. Wie die Praxis aussieht, davon konnte man sich bei Vedrai SpA ein Bild machen.

Italian Tech Week

Turin, die Haupt­stadt des Piemonts, war Gastgeber des wichtigs­ten Start-up-Events des Jahres, der Italian Tech Week. Dort sprach etwa Sam Altman, der Erfinder von ChatGPT. Im Vorfeld wurde der Innova­ti­ons­campus OGR Tech Torino besichtigt. Jedes Jahr nehmen rund 120 Start-ups an den Programmen teil.

Bei dem Event hatten alle Inter­es­sierten die Möglichkeit, sich mit Anna Maria Brunn­hofer-Pedemonte zu unter­halten und Erfah­rungen von einer Gründerin eines heimi­schen Start-ups, impact AI, in Italien einzu­holen.

Hemma Kircher Schneider, Leiterin der Außen­wirt­schaft und EU der WK Kärnten, zieht ein positives Resümee: „Jede Reise erweitert das Netzwerk und damit wollen wir vor allem Start-ups den Weg etwas einfacher machen.“

Fakten zu Italien
  • Italien ist die zweit­wich­tigste Indus­trie­nation in Europa und unter den Top-sieben-Herstel­ler­ländern der Welt.
  • Das Land behei­matet über 14.000 Start-ups, die 2023 ­Inves­ti­tionen von über 1,2 ­Milli­arden Euro angezogen ­haben.
  • Italien ist das am schnells­ten wachsende Land in Bezug auf Venture-Capital-Inves­ti­tionen. Das wirtschaft­liche Herz Italiens liegt in den Regionen des Nordens, insbe­sondere der Lombardei.
  • Die Business-Metropole ­Mailand ist das Innova­tions-Zentrum Italiens mit dem Großteil an Start-ups, Inves-toren und anderen wichtigen Playern wie Inkuba­toren.

Stimmen aus der Wirtschaft

Startup-Land Italien

„Italien ist als Start-up-Land noch relativ unbekannt, doch micht inter­es­siert es, in welche Richtung sich die Szene bewegt.“

Gerhard P. Fleischer

Nachhal­tigkeit und KI

„Ich habe seit 20 Jahren beruflich in Italien zu tun und nutze den Aufenthalt, um Infos über Nachhal­tigkeit und KI zu sammeln.“

Maria Radinger

Mehr Bildung und Innovation

„Mein Ziel ist es, über die Reise den Innova­ti­ons­geist von Italien nach Kärnten zu holen, denn der fehlt uns leider. Wir brauchen mehr Bildung und Innovation.“

Mario Schönherr

Neue Techno­logien

„Mich inter­es­sieren neue Techno­logien und ich bin gespannt, ob unsere Services bei Start-ups in Italien Anwendung finden.“

Barbara Stampf
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 18/24 erschienen.
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