Möbelhaus
in Frauenhand
Sie bietet den großen Möbel-Konzernen die Stirn: Christine Singer eröffnete in Villach ihr eigenes Möbelhaus und setzt mit ihrem bald 15-köpfigen Team auf Qualität und Beratung.
Neuanfang als Chefin nach der Insolvenz des Arbeitgebers. Zehn Jahre lang war Christine Singer (49) Geschäftsführerin bei Leiner-Villach, bis das Möbelhaus schloss. „Ich hatte die Idee von einem eigenen Unternehmen schon länger im Kopf. Das war nichts, was von einer Minute auf die andere wuchs. Aber letztendlich war der Schritt der Umsetzung eine Gemeinschaftsentscheidung zwischen meinen Mitarbeitern und mir“, erzählt Singer.
Im Herbst war es dann soweit. Auf rund 1200 Quadratemeter eröffnete sie ein eigenes Möbelhaus am ehemaligen Leiner-Standort in der Kärntner Straße in Villach. „Es hat alles so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe. Wir hatten alles von Anfang an gut durchdacht und geplant und konnten ohne größere Probleme aufsperren.“ Geboten werden hochwertige Möbel für Wohnen, Schlafen, Küche und Garten. „Wir decken alles rund ums Thema Möbel ab, von der Planung bis zum Schrankaufbau.“ Ganz bewusst setzt sie auf leistbare Qualität und gute Beratung. „Die Kunden haben bei uns ein anderes Einkaufserlebnis als bei den großen Möbelketten. Damit heben wir uns ab und das wissen unsere Kunden zu schätzen.“
Ein echter Familienbetrieb
Zufriedene Kunden stehen bei ihr an oberster Stelle und das gemeinsame Ziel sei es, erfolgreich ein Unternehmen aufzubauen und zu führen. Tatkräftig unterstützt wird sie nicht nur von ihren Mitarbeitern, sondern auch von ihrer Tochter Julia und ihrer Schwester Bettina Hauser. „Wir sind ein echter Familienbetrieb. Auch meine Mitarbeiter sind ein Teil der Familie. Alle helfen mit und ziehen an einem Strang“, betont Singer. In der Möbelbranche gibt es fast nur noch Konzerne, Familienbetriebe nur noch wenige: „Darauf sind wir stolz und freuen uns über ehemalige und neue Kunden. Wir möchten für sie da sein und leben den Servicegedanken im Alltag.“
Vor der Gründung absolvierte sie das Unternehmensgründungsprogramm und nahm Beratungen bei der Wirtschaftskammer in Anspruch. „Das kann ich allen nur empfehlen, hier wird einem wirklich weitergeholfen.“ Den Schritt in die Selbstständigkeit bereut sie nicht: „Ja man braucht natürlich ein bisschen Mut. Mein Tipp für andere in ähnlichen Situationen: Auf das eigene Bauchgefühl hören und die Hilfe, die angeboten wird, auch in Anspruch nehmen.“