Christine Singer arbeitet gemeinsam mit Tochter Julia und Schwester Bettina Hauser im neu eröffneten ­Möbelhaus Singer in Villach (von links).
Christine Singer arbeitet gemeinsam mit Tochter Julia und Schwester Bettina Hauser im neu eröffneten ­Möbelhaus Singer in Villach (von links). © KK/Attisani
Möbelhaus Singer

Möbelhaus
in Frauenhand

Sie bietet den großen Möbel-Konzernen die Stirn: Chris­tine Singer eröffnete in Villach ihr eigenes ­Möbelhaus und setzt mit ihrem bald 15-köpfigen Team auf Qualität und Beratung.

09.12.2025 08:55 von Anita Arneitz
Lesezeit 2 Minuten

Neuanfang als Chefin nach der Insolvenz des Arbeit­gebers. Zehn Jahre lang war Christine Singer (49) Geschäfts­füh­rerin bei Leiner-Villach, bis das Möbelhaus schloss. „Ich hatte die Idee von einem eigenen Unter­nehmen schon länger im Kopf. Das war nichts, was von einer Minute auf die andere wuchs. Aber letzt­endlich war der Schritt der Umsetzung eine Gemein­schafts­ent­scheidung zwischen meinen Mitar­beitern und mir“, erzählt Singer.

Im Herbst war es dann soweit. Auf rund 1200 Quadra­te­meter eröffnete sie ein eigenes Möbelhaus am ehema­ligen Leiner-Standort in der Kärntner Straße in Villach. „Es hat alles so funktio­niert, wie ich es mir vorge­stellt habe. Wir hatten alles von Anfang an gut durch­dacht und geplant und konnten ohne größere Probleme aufsperren.“ Geboten werden hochwertige Möbel für Wohnen, Schlafen, Küche und Garten. „Wir de­cken alles rund ums Thema Möbel ab, von der Planung bis zum Schran­kaufbau.“ Ganz bewusst setzt sie auf leistbare Qualität und gute Beratung. „Die Kunden haben bei uns ein anderes Einkaufs­er­lebnis als bei den großen Möbel­ketten. Damit heben wir uns ab und das wissen unsere Kunden zu schätzen.“

Ein echter Famili­en­be­trieb

Zufriedene Kunden stehen bei ihr an oberster Stelle und das gemeinsame Ziel sei es, erfolg­reich ein Unter­nehmen aufzu­bauen und zu führen. Tatkräftig unter­stützt wird sie nicht nur von ihren Mitar­beitern, sondern auch von ihrer Tochter Julia und ihrer Schwester Bettina Hauser. „Wir sind ein echter Famili­en­be­trieb. Auch meine Mitar­beiter sind ein Teil der Familie. Alle helfen mit und ziehen an einem Strang“, betont Singer. In der Möbel­branche gibt es fast nur noch Konzerne, Famili­en­be­triebe nur noch wenige: „Darauf sind wir stolz und freuen uns über ehemalige und neue Kunden. Wir möchten für sie da sein und leben den Service­ge­danken im Alltag.“

Vor der Gründung absol­vierte sie das Unter­neh­mens­grün­dungs­pro­gramm und nahm Beratungen bei der Wirtschafts­kammer in Anspruch. „Das kann ich allen nur empfehlen, hier wird einem wirklich weiter­ge­holfen.“ Den Schritt in die Selbst­stän­digkeit bereut sie nicht: „Ja man braucht natürlich ein bisschen Mut. Mein Tipp für andere in ähnlichen Situa­tionen: Auf das eigene Bauch­gefühl hören und die Hilfe, die angeboten wird, auch in Anspruch nehmen.“

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 23/25 erschienen.
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