Vier Generationen der Familie Palle auf einen Blick: Thomas, Erika, Siegfried, Barbara, Erland, Thomas mit Freundin Mona sowie Erlands und Barbaras Töchter Aurelia, Mathilda, Florentina und Helena (von links).
Vier Generationen der Familie Palle auf einen Blick: Thomas, Erika, Siegfried, Barbara, Erland, Thomas mit Freundin Mona sowie Erlands und Barbaras Töchter Aurelia, Mathilda, Florentina und Helena (von links). © Palle Hotel GmbH/Brennseehof
Brennseehof

Mit Kindern und Sport groß geworden

Aus einer kleinen Frühstückspension in Feld am See wurde ein Kinder-Sport­hotel, das heute als größter Arbeitgeber der Region gilt.

04.01.2025 08:10 von Ines Tebenszky
Lesezeit 6 Minuten

Während in vielen Betrieben in Skige­bieten nach Ostern der Trubel nachlässt und in Betrieben an den Seen die Saison­vor­be­rei­tungen im Gange sind, ist im Hotel Brenn­seehof in Feld am See von Ruhe keine Spur. Kinder vergnügen sich im Hallenbad oder auf dem Spiel­platz, auf den Tennis­plätzen üben sie die ersten Schwünge, Tennis-Clubs bereiten sich auf die neue Saison vor. Von 300 Öffnungs­tagen sei das Hotel an rund 250 Tagen voll ausgelas­tet, wie Seniorchef Siegfried Palle betont. Möglich sei das, weil man den Betrieb auf mehrere Beine gestellt habe. Das Hotel sei nicht nur ein Kinder-Sport­hotel, sondern zähle auch zu den Tennis- und Bikehotels, wie Geschäfts­führer Erland Palle erzählt. „Damit haben wir ein Allein­stel­lungs­merkmal. Im Frühjahr kommen an die 40 Tennis­clubs zu uns, im Herbst sind die Biker ein großes Thema. Im Sommer und Winter können Familien jeweils zehn Sport­arten erlernen oder hinein­schnuppern.“

Starker Partner Sport­schule Krainer

Eng koope­riert werde dafür bereits seit über 30 Jahren mit der örtlichen Sport­schule Krainer. Diese Partner­schaft habe letztlich dazu beigetragen, die Gemeinde als Familien-Sport-Dorf etablieren zu können. „Kinder-Sport wird nicht nur im Hotel, sondern auch im Ort groß geschrieben“, ist Siegfried Palle stolz. Seine Bemühungen, den Gästen auch im Winter Programm bieten zu können, haben dem früheren Sommer-Kurort darüber hinaus zu einer Winter­saison verholfen. „Mit der Gemeinde haben wir 1995 begonnen, einen Skibus für die Gäste zu organi­sieren, wir haben Eisräum­geräte besorgt und eine Rodelbahn präpa­riert“, erinnert sich der Senior, und der Junior ergänzt: „Heute verzeichnen wir bereits ein Drittel der gesamten Übernach­tungen im Winter.“

Um der steigenden Nachfrage und den Ansprüchen der Gäste gerecht werden zu können, wurden in den vergan­genen 30 Jahren rund 30 Millionen Euro in die Infra­struktur inves­tiert. 2021 wurde etwa eine Tennis-Arena mit Clubhaus gebaut, im Vorjahr ein Badehaus mit Sauna direkt am See.

Herzstück des Betriebs sind die Mitar­beiter

Ein weiterer Erfolgs­bau­stein seien die Mitar­beiter, deren Einsatz im Famili­en­be­trieb stets gewürdigt werde. Insgesamt werden rund 80 Mitar­beiter beschäftigt. „Von Treffen bis Döbriach sind wir der größte Arbeit­geber in der Region“, sagt Siegfried Palle. „Erst vor kurzem haben wir elf langjährige Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter, die gemeinsam auf 220 Dienst­jahre kommen, mit einem ‚Treue-Zerti­fikat‘ und Gutscheinen geehrt. Denn unsere Mitar­beiter sehen wir als Herzstück des Unter­nehmens“, betont Erland Palle. Für Fachkräf­te­nach­wuchs wird im Hotel Brenn­seehof seit mehr als 25 Jahren selbst gesorgt – mehr als 150 Lehrlinge wurden in dieser Zeit ausge­bildet.

Aus der Chronik
  • Siegfried und Erika Palle haben den Brenn­seehof 1990 von den Eltern übernommen. Damals war es eine Frühstücks­pension mit 40 Betten. Die Mahlzeiten wurden im zweiten Haus, der „Alten Post“ in der Ortsmitte von Feld am See, einge­nommen.
  • 1992 wurde das Haus erstmals umgebaut und auf 80 Betten sowie um Hallenbad und Sauna erweitert. 1995 wurde der Brenn­seehof zum ers­ten Kinder-Sport­hotel Öster­reichs und Feld am See zum Familien-Sport-Dorf.
  • 2018 haben Erland und ­Barbara Palle übernommen.
  • Nach weiteren Aus- und Umbauten wurde im Vorjahr ein Badehaus mit Sauna gebaut.
  • Rund 80 Mitar­beiter werden derzeit beschäftigt.
Zum Unter­nehmen
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 8/23 erschienen.
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