Am 10. Oktober ist der Welttag der psychischen Gesundheit.
Am 10. Oktober ist der Welttag der psychischen Gesundheit. © Adobe Stock/chathuporn
Mentale Gesundheit

Mentale Gesundheit
als Herzstück im Betrieb

Im Jahr 2024 waren rund zehn Prozent aller Krankenstandstage auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Mentale Gesundheit spielt eine zunehmend wichtige Rolle in gesunden Unternehmen.

10.10.2025 07:06 von Claudia Blasi
Lesezeit 6 Minuten

Manchmal fällt alles schwer: Aufstehen, zur Arbeit gehen, selbst die kleinsten Handgriffe kosten plötzlich mehr Energie, als man hat. Gerade jetzt, wenn die Tage kürzer werden und wir weniger Sonnen­licht und frische Luft tanken, kann ein Vitamin-D-Mangel entstehen, der Antriebs­lo­sigkeit und Grübe­leien noch verstärkt. Die Leich­tigkeit des Sommers weicht einer gewissen Schwere. Doch wenn es einem nicht gut geht, ist es wichtig, darüber zu sprechen.

Welttag der psychi­schen Gesundheit

Der 10. Oktober ist der World Mental Health Day, der weltweit auf psychische Gesundheit und Erkran­kungen aufmerksam macht. Allein im Jahr 2024 waren in Öster­reich rund zehn Prozent aller Kranken­standstage auf psychische Erkran­kungen zurück­zu­führen.

Psychische Gesundheit hängt dabei von weit mehr Faktoren ab, als man oft denkt: Schlaf, Ernährung, Bewegung und ein kreativer Ausgleich spielen eine entschei­dende Rolle. Kärntens Unter­nehmen erzählen, was sie für die Gesundheit und vor allem psychische Balance ihrer Mitar­beiter in ihren Betrieben tun.

Stimmen aus der Wirtschaft

„Eine Wohlfühl­um­gebung schaffen“

„Wir pflegen eine sehr offene Gesprächs­kultur und machen eine tägliche gemeinsame Pause mit allen Mitar­beitern und der Geschäfts­führung. Mit Events wie Grillerei, Skitag oder gemein­samem Kraft­training im eigenen Fitnessraum fördern wir die Teamkultur. Beinahe jeder Mitar­beiter hat ein Einzelbüro oder maximal Doppel­be­setzung. Jährlich erheben wir mit einer Arbeits­psy­cho­login in einer anonymen Umfrage die physische und psychische Belastung und bauen darauf Workshops auf und konkrete Handlungs­pläne.“

Sabrina Martin

„Soziale Kompetenz und mentale Stärke gefordert“

„In der Pflege geht es um Menschen, die für Menschen da sind. Nur wer selbst gesund und psychisch stabil ist, kann empha­tisch, profes­sionell und mit Freude in diesem Beruf wirken. Daher setzen wir auf ein ganzheit­liches Gesund­heits- und Präven­ti­ons­konzept: Von psycho­lo­gi­scher und psycho­so­zialer Beratung, kosten­loser Super­vision über Team-Refle­xionen, Fortbil­dungs­pro­gramme, gesund­heits­för­dernde Initia­tiven wie Yogakurse bis hin zu flexiblen Arbeits­zeit­mo­dellen zur Unter­stützung bei der Verein­barkeit von Familie und Beruf.“

Christian Polessnig

„Der offene Austausch verbindet“

„Wir haben 16 Mitar­beiter, davon drei Lehrlinge. Jeden Freitag setzen wir uns zusammen und besprechen beruf­liche, aber auch private Probleme. In einer männer­do­mi­nierten Branche ist das Nachfragen und Zuhören sehr wichtig. Der offene Austausch verbindet und stärkt das Team. Die Mitar­beiter sind motivierter und die Stimmung im Betrieb ist einfach besser.“

Susanne Tscharre

„Wertschätzung im Alltag zeigen“

„Unsere 116 Mitar­beiter sind vielseitig gefordert, in der Produktion, dem Filial- und Gastro­no­mie­be­reich sowie der Verwaltung. Gerade in unsicheren Zeiten wollen wir ihnen Zusam­menhalt und Sicherheit vermitteln. Coaching-Angebote und Teambuilding-Maßnahmen fördern das gegen­seitige Vertrauen. Auch in schwie­rigen privaten Situa­tionen, sei es gesund­heitlich oder finan­ziell, sind wir ein Ansprech­partner und bieten ein stabiles Umfeld.“

Christoph Frierss
Veran­stal­tungstipp

Gemeinsam mit der SVS lädt die WK am 16. Oktober zum Gesund­heitstag in die Wirtschafts­kammer Klagenfurt ein. Geplant sind Impuls­vor­träge und Workshops.

Zur Veran­staltung
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 19/25 erschienen.
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