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Sieghard und Birgit Ploner-Erlacher sind nicht nur privat ein gutes Team, sondern auch beruflich. © Andreas Lutsche
Birgit ­Ploner-Erlacher

Gut
gekrendelt und gerollt

Wintersaison heißt auch für Sieghard und Birgit ­Ploner-Erlacher Hochsaison. In Dellach im Gailtal ­produzieren sie für die Gastronomie Kärntner Nudel und Knödel – mit regionalen Zutaten.

26.01.2026 09:43 - Update am: 29.01.2026 13:54 von Anita Arneitz
Lesezeit 4 Minuten

Aus Liebe zu Sieghard zog Birgit Ploner-Erlacher als gebürtige Lieser­ta­lerin ins Gailtal und sah das als Chance, beruflich neue Wege zu gehen. Mit Erfah­rungen im Handel und ihrer Leiden­schaft zum Kochen war sie von der Idee einer eigenen Kärntner Nudel­manufaktur schnell angetan. Nach ihrem Start im Alleingang stieg ihr Mann später mit ins Unter­nehmen ein. Heute teilen sich die beiden die Aufgaben. Wobei Sieghard schwer­punkt­mäßig Kunden, Liefe­rungen und Lager betreut, Birgit die Produktion und das Büro managt. „Aber bei uns kann jeder alles. Das ist uns wichtig, falls einmal jemand ausfällt.“

Regional, frisch und famili­en­freundlich

Schritt für Schritt kamen mehr Aufträge und das Ehepaar inves­tierte in Infra­struktur wie in ein zweites Tiefkühlhaus mit Wärme­rückgewinnung, Lieferauto mit Tiefkühlung und PV-Anlage. Heute beschäf­tigen sie auch zwei Teilzeit­kräfte. „Hier versuchen wir famili­en­freund­liche Arbeits­zeiten und Urlaub in den Ferien zu ermög­lichen, obwohl das mitunter unsere Auftrags­spitzen sind.“ Produ­ziert wird von Montag bis Donnerstag, immer frisch, mit regio­nalen Zutaten.

© Andreas Lutsche (3)

„Wir bieten zwölf Nudel­sorten, Knödel, Frittaten und Grieß­no­ckerln an, diese erhält man bei uns zu Hause im Gail‑, Lieser‑, Möll- und Drautal, also im Raum Oberkärnten sowie im Raum Lienz, ebenso in der Gastro­nomie am Weißensee und Nassfeld.“ Auf Bestellung sind auch besondere Varianten möglich – zum Beispiel Wildfleisch­nudel für einen Ball.

Anfangs hat Birgit Ploner-Erlacher viel auspro­biert. Nicht alles kam gut an wie die Spinat-Spätzle oder der Kaiser­schmarren. Jetzt kennen sie die Bedürf­nisse ihrer Kunden und sind Partner für die Gastro­nomie. „Auf uns kann man sich verlassen. Wenn wir eine Lieferung zusagen, dann schaffen wir das auch.“

Den Sprung ins kalte Wasser nicht bereut

Der Schritt in die Selbst­stän­digkeit war ein Sprung ins kalte Wasser. „Wir sind einfach geschwommen und daran gewachsen.“ Als Erfolgs­ge­heimnis setzen sie auf persön­liche Bezie­hungen zu Kunden, Qualität und regionale Zutaten. „Es ist viel Arbeit, aber wir bereuen den Schritt ins Unter­neh­mertum nicht.“

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 2/26 erschienen.
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