Reinigen, polieren, versiegeln. Sonja Oberluggauer bringt im Gailtal Autos zum Strahlen: Sie machte sich mit Auto-Aufbereitung selbstständig.
Reinigen, polieren, versiegeln. Sonja Oberluggauer bringt im Gailtal Autos zum Strahlen: Sie machte sich mit Auto-Aufbereitung selbstständig. © Andrea Kura
Sonja Oberluggauer

Frischer
Glanz für Autos

Optik und Hygiene. Zwei Argumente, die nach dem Winter für eine professionelle Auto-Aufbereitung sprechen. In Grafendorf hat sich Sonja Oberluggauer damit ihren eigenen Ganzjahres-Arbeitsplatz geschaffen.

16.03.2026 08:46 von Anita Arneitz
Lesezeit 3 Minuten

In ländlichen Gebieten wie dem Gailtal ist es oft nicht einfach, einen Ganzjah­resjob zu finden, ohne am Wochenende arbeiten zu müssen. So ist es auch Sonja Oberlug­gauer ergangen. „Dann kam ich durch eine Freundin auf die Idee mit der Selbst­stän­digkeit“, erzählt die Gailtailerin. Sie hörte von „Car-Kosmetik“ und die Sache ging ihr nicht mehr aus dem Kopf. „Ich putze sehr gerne und absol­vierte dann einen Kurs für die Auto-Aufbe­reitung.“ Doch bevor sie starten konnte, musste sie über ein halbes Jahr auf die Betriebs­stät­ten­ge­neh­migung der Behörden warten. „Das war eine Heraus­for­derung, weil ich in dieser Zeit nicht loslegen konnte. Aber letzt­endlich hat alles geklappt.“ Sie schaltete Werbung in den regio­nalen Medien und bekam dadurch ihre ersten Kunden.

Seit Juli 2025 bereitet sie bei sich zu Hause in der eigenen Garage Autos auf. Das umfasst eine komplette Außen- und Innen­rei­nigung – egal wie alt oder in welchem Zustand das Auto ist. „Bei einem besonders hartnä­ckigen Fall habe ich mithilfe meines Mannes zwei Tage lang den Innenraum gereinigt“, erzählt die Jungun­ter­neh­merin.

© Andrea Kura

Was Schmutz angeht, ist sie heikel. „Erst wenn das Auto für mich passt und ich zufrieden bin, geht es zurück an die Kunden.“ Dazu saugt sie den Innenraum in mehreren Durch­gängen, reinigt, poliert und versiegelt alles, vom Teppich bis zum Himmel. „Das ist eine Dienst­leistung, die natürlich teurer ist als eine oberfläch­liche Reinigung.“ Gerade am Land fehle dafür manchmal das Verständnis.

„In der Stadt ist es sicher leichter. Bei mir geht es eben nicht nur darum, schnell Dreck oder Hunde­haare zu entfernen. Die Auto-Aufbe­reitung geht in die Tiefe.“ Die Optik sei dabei das eine, die Hygiene das andere. „Wer fährt nicht gerne in einem sauberen Auto? Und ich sorge dafür, dass man so lange wie möglich Freude daran hat.“ Egal, ob das Auto verkauft werden soll oder als Aushän­ge­schild einer Firma gilt.

Jungun­ter­neh­merin lebt ihren Traum

Den Schritt in die Selbst­stän­digkeit hat Oberlug­gauer bis jetzt nicht bereut: „Ich schätze es, meine Zeit frei einteilen zu können und ich mag meine Arbeit.“ Als Jungun­ter­neh­merin tauscht sie sich mit anderen im Tal aus und lebt ihren Traum. „Ich kann andere dazu nur motivieren, auch die eigenen Träume umzusetzen und es einfach zu probieren.“

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 5/26 erschienen.
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