Filmstandort
Kärnten: Stimmen
Dreharbeiten in Kärnten sorgen für Wirtschaftskraft, Sichtbarkeit und Jobs. Was die Branche darüber sagt, zeigen Stimmen direkt aus dem Umfeld von Produktionen.
Bis zu 70 Personen arbeiten tageweise an einem Filmdreh mit – viele davon sind lokale Ein-Personen-Unternehmen. Was das für die Region bedeutet und wie Filmschaffende den Standort Kärnten erleben, erzählen sie hier selbst.
Unternehmer berichten
„Filmcrews sind willkommen“
„In Kärnten merkt man, dass man als Filmcrew willkommen ist. Mit unserem derzeit größten Projekt „Der Sagenjäger – Max Müller auf Spurensuche“ produzieren wir sogar fünf Folgen von der heurigen zehnteiligen Serie in Kärnten und bringen das Filmland ins Sonntag-Vorabendprogramm, im nächsten Schritt sogar nach Deutschland und in die Schweiz mit zwischen 450.000 bis einer Million Zuseher. Der Reiz in der Film- und Fernsehindustrie zu arbeiten, ist, jeden Tag neue Menschen kennenzulernen. KI kann unterstützen, aber Gefühle und Emotionen können nie durch sie ersetzt werden.“
„Politik ist gefordert“
„Die allgemeine Unsicherheit macht sich auch in unserer Branche bemerkbar. Märkte verschieben sich im globalen Wettbewerb. Hier ist die Politik gefordert. Spiel- und Dokumentarfilme sind teuer in der Produktion und abhängig von einer funktionierenden Förderlandschaft, sowohl für Kino als auch für TV und Streaming. Wir haben in Kärnten höchst erfolgreiche Produktionsfirmen in den unterschiedlichsten Bereichen. Produktionen aus aller Welt kommen zu uns, um hier zu drehen. Es sind die Menschen, die Mehrsprachigkeit und die Geschichte, die das Land als Inspiration und Schauplatz für Drehbücher spannend machen. Aber es braucht eine konkurrenzfähige Filmförderung, im wirtschaftlichen und im kulturellen Sinn.“
„In andere Lebenswelten eintauchen“
„Als Kamerafrau kann ich in andere Lebenswelten eintauchen und mich mit unterschiedlichen Themen beschäftigen. Die Sprache der Bilder ist eine, die mehr mit dem Herzen wahrgenommen wird und das hat mich seit meiner Kindheit fasziniert. Besonders stolz bin ich auf meine „Land der Berge Produktion“ über den Kärntner Grenzweg und die Kinopremiere des ersten Teiles meiner „Listen to Herstory“-Serie beim K3-Filmfestival. Um in Kärnten mehr Filmprojekte umsetzen zu können, bräuchte es mehr Budget für größere Teams. Austausch und Vernetzung in Kärnten sind sehr positiv.“
„Kärnten hat gute Filmleute“
„In jüngster Zeit habe ich für den KAC und 1. FC Köln gefilmt, aber ich mache auch Produktionen für das Fernsehen und Mitschnitte von Konzerten. Kärnten ist filmmäßig extrem gut aufgestellt und hat professionelle Dienstleister. Ein Video oder Film ist dann gut, wenn darin eine Geschichte erzählt wird. Trotz der technischen Möglichkeiten ist es wichtig, authentisch zu bleiben und echte Botschaften zu vermitteln.“