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Timmy Fockenberger gründete im April 2024 seine Werbeagentur „Go2Media“ und baut seit Mai 2025 Bike Trails © Michael Stabentheiner
Timmy Fockenberger

Bike, Trails
und Reich­weite

Timmy Fockenberger aus Brückl plant und baut Bike Trails und vermarktet sich und seine Kunden mit seiner Agentur „Go2Media“ auf Social Media.

10.02.2026 15:35 - Update am: 13.02.2026 08:25 von Johannes Moser
Lesezeit 6 Minuten

Spricht man mit Timmy Focken­berger, wird schnell klar, dass hier kein Anfänger in Sachen Content-Produktion am Wort ist. Der ehemalige Mountainbike-Weltcupf­ahrer weiß aus eigener Erfahrung, wie Inhalte wirken müssen, um wahrge­nommen zu werden und glaub­würdig zu bleiben. „Schon während meiner aktiven Karriere habe ich mir mit meinem YouTube-Kanal eine Community aufgebaut“, erzählt der 22-Jährige, der den Ostti­roler Mountain­biker Fabio Wibmer als sein Vorbild bezeichnet. „Ich habe früh gelernt, wie Social Media funktio­niert“, sagt Focken­berger. Besonders wichtig sei ihm dabei die authen­tische Darstellung: „Glaub­wür­digkeit entsteht, wenn jemand sichtbar aus der Praxis kommt – dann wissen die Zuseher: Das ist einer von uns.“

Bereits nach der Absol­vierung des Präsenz­dienstes stellte sich für den Kärntner die Frage nach der beruf­lichen Zukunft. Die Antwort lag nahe: Inhalte zu produ­zieren, die ohne bezahlte Werbung auskommen und rein organisch funktio­nieren. Dass dieser Ansatz erfolg­reich ist, zeigen konkrete Zahlen. Für Kunden wie Kogler Krantechnik erzielten seine Videos im Jahr 2025 rund acht Millionen Aufrufe – ohne Werbe­budget.

© Michael Stabentheiner (6)

Trailbau als zweites Standbein

Darüber hinaus hat sich der begeis­terte Biker ein zweites Standbein aufgebaut. Seine große Leiden­schaft gilt dem Mountain­bike­sport – und dem Trailbau. Da es in seiner Heimat­region an geeig­neten Strecken mangelte, begann er zunächst für sich selbst Trails zu bauen und entwi­ckelte dabei auch seine fahre­ri­schen Fähig­keiten weiter. 2025 folgten die ersten offizi­ellen Aufträge, unter anderem auf der Simonhöhe sowie für die Downhill­strecke am Weißensee, die für die Landes-meister­schaft gebaut wurde.

Seine Expertise bezog er auch aus zahlreichen Wettkämpfen. Als ehema­liger Enduro- und Weltcupf­ahrer weiß Focken­berger um die Risiken des Spitzen­sports. „Ab einem gewissen Punkt hat das Risiko-Nutzen-Verhältnis beim Sport nicht mehr gepasst und ich habe meine Wettkampf­kar­riere beendet“, erklärt er.

Bereits vor der offizi­ellen Gründung von „Go2Media“ begann er mit klassi­scher Kaltak­quise über das Telefon. Viele der damals gewon­nenen Kunden begleiten ihn bis heute. Auch der Vertrieb läuft weiterhin größten­teils über direkte Ansprache – erst in jüngerer Zeit zunehmend über Empfeh­lungen. Bei der Auswahl und Produktion seiner Inhalte bleibt Focken­berger seiner Linie treu: Authen­ti­zität steht an oberster Stelle. Gerade durch die Flut an mit KI generierten Inhalten sind echte Menschen und echte Geschichten wichtiger denn je“, sagt der Jungun­ter­nehmer.

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 3/26 erschienen.
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