Wellness auf
dem Bauernhof
Im Familien Resort Petschnighof gehören Abenteuerurlaub auf dem Land und Vier-Sterne-Superior-Komfort zusammen.
Zahlreiche Kurven sind zu bezwingen, bis man in Diex 6 auf über 1100 Höhenmetern angekommen ist. Inmitten der Natur mit Panoramablick über ganz Unterkärnten liegt das Familienhotel Petschnighof. Neben den Gastgebern leben auch noch über 100 Tiere auf dem über 20 Hektar großen Anwesen. „Erlebnisbauernhof mit Wellness“ lautet das Hotelkonzept von Gerwald Kitz. Er erbte 1994 das damals leerstehende Gebäude seiner Großmutter und baute es im Laufe der Jahre stetig aus. Heute ist der Petschnighof laut kinderhotel.info das beliebteste Familienhotel Kärntens und belegt in Österreich Platz drei und europaweit Platz sechs.
„Erfolg ist aber nicht planbar“, erzählt der leidenschaftliche Landwirt und Jäger. „Am Anfang braucht es viel Mut und am Ende ein bisschen Glück“, ist Kitz überzeugt. An seiner Seite ist Lebensgefährtin Hedwig Glaboniat. Sohn Gerwald hat die Tourismusschule in Villach absolviert, in München Marketing studiert und wird den Betrieb übernehmen. Tochter Anna-Theres studiert Rechtswissenschaften in Graz, ist jedoch immer zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird, ebenso wie Sohn und Versicherungsmakler Gernot. „Familie hat bei uns einen hohen Stellenwert. So führen wir das Hotel und das spüren auch unsere Gäste.“ Diese kommen größtenteils aus dem deutschsprachigen Raum, haben Kinder zwischen null und 14 Jahren, bleiben zwei Wochen und lassen sich ihren Aufenthalt auch etwas kosten.
Stammgäste sind die beste Werbung
Der Ganzjahresbetrieb hat 55 Mitarbeiter und eine durchschnittliche Auslastung von 80 Prozent. Die beste Werbung seien die Stammgäste, die selbst als Kinder hier ihren Urlaub verbracht haben und nun mit ihren eigenen Kindern und Enkeln wiederkommen. Kein Wunder also, dass pro Woche Gläser mit Babynahrung im Wert von 500 Euro verfüttert werden.
Doch auch die kleinen Urlaubsgäste haben große Ansprüche. Daher stehen reiten, schwimmen im Natursee oder Infinitypool ebnso auf dem Programm wie wandern, mountainbiken, angeln oder rodeln. Für Abwechslung sorgt ein Outdoor- und Indoor-Spielplatz, eine Wasserwelt und ganz viele Tiere wie Alpakas, Hasen und Schweine zum Streicheln und Versorgen. „Viele Eltern würden sich gerne die Landeshauptstadt ansehen, aber sie kommen nicht dazu, weil die Kinder lieber auf dem Hof bleiben“, lacht Kitz.
Erwachsene können sieben Tage die Woche die Kinderbetreuung in Anspruch nehmen und im neuen Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und Infrarotkabine, sowie Beauty-Behandlungen und Massagen entspannen. Im Day-Spa sind auch Tagesgäste willkommen.
Mitarbeiter
Nachhaltig über Generationen
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Hauses: Der Petschnighof ist das erste energieautarke Familienhotel Österreichs und kann sich zu 100 Prozent selbst versorgen. Wichtige Bausteine der Energieunabhängigkeit sind eigene Wasserquellen, Holz zum Heizen aus dem eigenen Wald und eine Photovoltaikanlage im sonnenreichsten Ort Österreichs. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird in der Küche auf regionale Zutaten gesetzt und „from nose to tail“ alles verarbeitet.
In Zukunft haben Gerwald senior und Gerwald junior noch einiges vor: „Wir haben schon beim Bauen darauf geachtet, dass wir die Anlage problemlos erweitern können und das werden wir auch tun, wenn es weiter so gut läuft“, erzählt Gerwald junior, der kürzlich selbst Vater geworden ist. Schon im Winter wartet die nächste Attraktion für die Kleinsten: ein Zauberteppich zum Skifahrenlernen.
- 1962: Großmutter Agnes Slamanig bot mit fünf Zimmern Urlaub auf dem Bauernhof an und führte diese 22 Jahre.
- Von 1984 bis 1994 stand der Hof leer bis der älteste Enkel, Gerwald Kitz, übernahm.
- Er errichtete ein Panorama Landgasthaus und führte einen Bio-Hühnerstall.
- 2000 folgte der Umbau, es wurde wieder Urlaub auf dem Bauernhof angeboten.
- 2007 kamen Ferienwohnungen dazu.
- Seit 2008 gab es das Hotel mit Verpflegung.
- 2010 wurde um drei Chalets erweitert.
- Im Mai 2022 wurde das Familien Resort mit 45 Zimmern wiedereröffnet.
Investition: Zehn Millionen Euro.