Das Familienresort Petschnighof liegt in Diex auf über 1100 Höhenmetern. Inmitten der Natur hat man von dort einen Panoramablick über ganz Unterkärnten.
Das Familienresort Petschnighof liegt in Diex auf über 1100 Höhenmetern. Inmitten der Natur hat man von dort einen Panoramablick über ganz Unterkärnten. © KK/Marc Jones
Petschnighof

Wellness auf
dem Bauernhof

Im Familien Resort Petschnighof gehören Abenteuerurlaub auf dem Land und Vier-Sterne-Superior-Komfort zusammen.

03.07.2025 08:00 - Update am: 04.07.2025 09:44 von Claudia Blasi
Lesezeit 7 Minuten

Zahlreiche Kurven sind zu bezwingen, bis man in Diex 6 auf über 1100 Höhen­metern angekommen ist. Inmitten der Natur mit Panora­ma­blick über ganz Unter­kärnten liegt das Famili­en­hotel Petsch­nighof. Neben den Gastgebern leben auch noch über 100 Tiere auf dem über 20 Hektar großen Anwesen. „Erleb­nis­bau­ernhof mit Wellness“ lautet das Hotel­konzept von Gerwald Kitz. Er erbte 1994 das damals leerste­hende Gebäude seiner Großmutter und baute es im Laufe der Jahre stetig aus. Heute ist der Petsch­nighof laut kinder​hotel​.info das belieb­teste Famili­en­hotel Kärntens und belegt in Öster­reich Platz drei und europaweit Platz sechs.

„Erfolg ist aber nicht planbar“, erzählt der leiden­schaft­liche Landwirt und Jäger. „Am Anfang braucht es viel Mut und am Ende ein bisschen Glück“, ist Kitz überzeugt. An seiner Seite ist Lebens­ge­fährtin Hedwig Glaboniat. Sohn Gerwald hat die Touris­mus­schule in Villach absol­viert, in München Marketing studiert und wird den Betrieb übernehmen. Tochter Anna-Theres studiert Rechts­wis­sen­schaften in Graz, ist jedoch immer zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird, ebenso wie Sohn und Versi­che­rungs­makler Gernot. „Familie hat bei uns einen hohen Stellenwert. So führen wir das Hotel und das spüren auch unsere Gäs­te.“ Diese kommen größten­teils aus dem deutsch­spra­chigen Raum, haben Kinder zwischen null und 14 Jahren, bleiben zwei Wochen und lassen sich ihren Aufenthalt auch etwas kosten.

Stamm­gäste sind die beste Werbung

Der Ganzjah­res­be­trieb hat 55 Mitar­beiter und eine durch­schnitt­liche Auslastung von 80 Prozent. Die beste Werbung seien die Stamm­gäste, die selbst als Kinder hier ihren Urlaub verbracht haben und nun mit ihren eigenen Kindern und Enkeln wieder­kommen. Kein Wunder also, dass pro Woche Gläser mit Babynahrung im Wert von 500 Euro verfüttert werden.

Doch auch die kleinen Urlaubs­gäste haben große Ansprüche. Daher stehen reiten, schwimmen im Natursee oder Infini­typool ebnso auf dem Programm wie wandern, mountain­biken, angeln oder rodeln. Für Abwechslung sorgt ein Outdoor- und Indoor-Spiel­platz, eine Wasserwelt und ganz viele Tiere wie Alpakas, Hasen und Schweine zum Strei­cheln und Versorgen. „Viele Eltern würden sich gerne die Landes­haupt­stadt ansehen, aber sie kommen nicht dazu, weil die Kinder lieber auf dem Hof bleiben“, lacht Kitz.

Erwachsene können sieben Tage die Woche die Kinder­be­treuung in Anspruch nehmen und im neuen Wellness­be­reich mit Sauna, Dampfbad und Infra­rot­kabine, sowie Beauty-Behand­lungen und Massagen entspannen. Im Day-Spa sind auch Tages­gäste willkommen.

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© Florian Mori (4)

Nachhaltig über Genera­tionen

Ein weiteres Allein­stel­lungs­merkmal des Hauses: Der Petsch­nighof ist das erste energie­autarke Famili­en­hotel Öster­reichs und kann sich zu 100 Prozent selbst versorgen. Wichtige Bausteine der Energie­un­ab­hän­gigkeit sind eigene Wasser­quellen, Holz zum Heizen aus dem eigenen Wald und eine Photo­vol­ta­ik­anlage im sonnen­reichsten Ort Öster­reichs. Im Sinne der Nachhal­tigkeit wird in der Küche auf regionale Zutaten gesetzt und „from nose to tail“ alles verar­beitet.

In Zukunft haben Gerwald senior und Gerwald junior noch einiges vor: „Wir haben schon beim Bauen darauf geachtet, dass wir die Anlage problemlos erweitern können und das werden wir auch tun, wenn es weiter so gut läuft“, erzählt Gerwald junior, der kürzlich selbst Vater geworden ist. Schon im Winter wartet die nächs­te Attraktion für die Kleins­ten: ein Zauber­teppich zum Skifah­ren­lernen.

Aus der Chronik
  • 1962: Großmutter Agnes Slamanig bot mit fünf Zimmern Urlaub auf dem Bauernhof an und führte diese 22 Jahre.
  • Von 1984 bis 1994 stand der Hof leer bis der älteste Enkel, Gerwald Kitz, übernahm.
  • Er errichtete ein Panorama Landgasthaus und führte einen Bio-Hühner­stall.
  • 2000 folgte der Umbau, es wurde wieder Urlaub auf dem Bauernhof angeboten.
  • 2007 kamen Ferien­woh­nungen dazu.
  • Seit 2008 gab es das Hotel mit Verpflegung.
  • 2010 wurde um drei Chalets erweitert.
  • Im Mai 2022 wurde das Familien Resort mit 45 Zimmern wieder­eröffnet.
    Inves­tition: Zehn Millionen Euro.
Zum Unter­nehmen
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 13/25 erschienen.
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