Jörg Selienz (54) aus Völkermarkt hat sich im Vorjahr mit einer Patisserie selbstständig gemacht und verkauft jetzt kulinarische Kunstwerke.
Jörg Selienz (54) aus Völkermarkt hat sich im Vorjahr mit einer Patisserie selbstständig gemacht und verkauft jetzt kulinarische Kunstwerke. © KW/Blasi
Jörg Selienz

Törtchen vom
„süßen Eck“

Vom Koch zum Konditor hinein in die Selbstständigkeit: Jörg Selienz sorgt mit seinem „süßen Eck“ für süße Versuchungen.

03.07.2024 09:35 - Update am: 04.07.2024 07:31 von Claudia Blasi
Lesezeit 6 Minuten

Sein Marken­zeichen sind die Törtchen: Maril­len­mousse-Joghurt, weiße Schoko­mousse oder Erdbeer-Rhababer – je nach Saison variiert das Angebot bei Patissier Jörg Selienz aus Völker­markt. Im September des Vorjahres hat er in der Münzgasse „Das süße Eck“ eröffnet. „Den Traum, einmal selbst­ständig zu sein, gab es schon lange“, erzählt der 54-Jährige.

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Der Weg dorthin war aber von vielen Stationen geprägt. Nach einer Kochlehre im Schloss Seefels in Pörtschach folgten beruf­liche Erfah­rungen am Arlberg, auf einem Schiff und zuletzt bei einer Catering-Firma in Graz. „Wir haben Caterings für 7000 Leute ausge­richtet und auch für absolute Promis wie etwa Heidi Horten gekocht“, blickt Selienz zurück. Das beruf­liche Umfeld habe aber irgendwann nicht mehr gepasst und ihn zu einer Verän­derung bewogen.

Schus­terei in Backstube umgebaut

Auch der Wunsch, wieder zu seinen Wurzeln zu finden, wurde immer größer. Da bot sich die alte Schus­terei des Vaters an, um völlig neu durch­zu­starten. Das zweistö­ckige Gebäude in der Münzgasse stand lange Zeit leer und wurde umgebaut. Im Erdge­schoss befindet sich jetzt der Verkaufsraum, im ersten Stock die Backstube.

„In Zukunft ist neben dem reinen Verkauf der Süßspeisen auch ein kleines Café geplant“, berichtet der leiden­schaft­liche Konditor. Dafür bräuchte er aller­dings Unter­stützung, denn ba­cken und bedienen ist gleich­zeitig nicht möglich. „Optimal wäre ein Lehrling, dem ich sicherlich vieles beibringen kann und der mich bei der Arbeit entlastet.“ Dann könnten auch die Öffnungs­zeiten ausge­weitet werden. Derzeit hat „Das süße Eck“ mittwochs und freitags bis sonntags geöffnet.

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Regionale Zutaten und neue Pläne

Bis es soweit ist, tüftelt der Patissier an neuen Rezepten. Verwendet werden nur „ehrliche“ und regionale Zutaten. Alles wird in Eigen­pro­duktion herge­stellt, selbst das Fruchtmark wird selbst gekocht. Auch der Verkauf von Marme­laden ist geplant.

Rücksicht nimmt Selienz ebenso auf Sonder­wünsche: vegan, gluten- und lacto­sefrei oder eine Allergie gegen Eier sind für ihn kein Problem. Wichtig sei nur die recht­zeitige Vorbe­stellung, denn produ­ziert wird hier mit Muse und nicht in Massen.

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 13/24 erschienen.
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