Peter Kuchling-Taupe und Manuela Aigner haben für den Südpol-Podcast der Wirtschaftskammer Kärnten mit Kriminalpsychologe Thomas Müller gesprochen.
Peter Kuchling-Taupe und Manuela Aigner haben für den Südpol-Podcast der Wirtschaftskammer Kärnten mit Kriminalpsychologe Thomas Müller gesprochen. © WKK/Peter Just
Südpol Podcast

Podcast zum
Tatort Arbeits­platz

Kriminal­psychologe Thomas Müller spricht im ­Südpol-Podcast über Angst im Berufsleben.

02.10.2024 09:59 - Update am: 25.03.2025 10:51 von Ines Tebenszky
Lesezeit 4 Minuten

Angst im Berufs­leben – dieses Problem hat in den vergan­genen Jahren zugenommen und gefährdet zunehmend auch die Sicherheit am Arbeits­platz. Denn aus Angst wird relativ schnell Gewalt, erzählt Kriminal­psychologe Thomas Müller in der neuen Folge des ­Südpol-Podcasts der Wirtschafts­kammer.

Wenn der Arbeits­platz zum Tatort wird: Immer häufiger sind Unter­nehmen von krimi­nellen Vorfällen betroffen. Das Spektrum reicht von Sachbe­schä­digung über Daten­dieb­stahl bis hin zu Übergriffen von Kunden auf Mitar­beiter. Laut einer aktuellen Studie sind rund 50 Prozent aller Unter­nehmen von straf­rechtlich relevantem Verhalten am Arbeits­platz betroffen.

Thomas Müller: Angst als Trieb­feder

Mit diesem Thema beschäftigt sich die neue Folge des Wirtschafts­podcast Südpol, für den Peter Kuchling-Taupe und Manuela Aigner aus der WK-Kommu­ni­ka­ti­ons­ab­teilung verant­wortlich zeichnen. Sie holten dafür den Krimi­nal­psy­cho­logen, Fallana­ly­tiker und Autor Thomas Müller vor das Mikrofon, der sich seit Jahren mit dem Thema Arbeits­platz­si­cherheit beschäftigt. Einer breiten Öffent­lichkeit ist er vor allem durch seine aufse­hen­er­re­genden Analysen von Serien­mördern bekannt. Doch auch Unter­nehmen profi­tieren von seinen Analysen, denn vieles aus der Krimi­nal­psy­cho­logie lässt sich auch auf die Arbeitswelt übertragen. Für ihn ist vor allem Angst die Trieb­feder krimi­nellen Handelns: Angst um den Arbeits­platz, den sozialen Status oder auch um Geld.

Offene Kommu­ni­kation ist der Schlüssel

„Wer in der Lage ist die Ängs­te von Mitar­beitern, Kunden, aber auch Vorge­setzten zu verstehen, wird erfolg­reich sein. Das gelingt nur, wenn man die Perspektive wechselt, also Dinge aus der Sicht des anderen sieht“, sagt Müller. Das wichtigste Element, um Ängste abzubauen, ist eine offene Kommu­ni­kation, vor allem in Krisen­si­tua­tionen. Die Arbeitswelt verändert sich derzeit sehr schnell, das schafft Unsicherheit und damit auch Ängste.

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Auch mit KWF-Vorstand Roland Waldner und Martin Zando­nella, Vorsit­zender des KWF-Kurato­riums, haben Manuela Aigner und Peter Kuchling-Taupe gesprochen. Hier finden Sie das Interview von Ines Tebenszky. Der Podcast ist in der Mitte des Textes oder unter diesem Link zu finden.