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Tamara Nadolph © KK/Julian Pirker
Tamara Nadolph

„Kaffee wird zu
einem Aushän­ge­schild“

Tamara Nadolph, Kärntens erste Barista-Bachelor und mehrfache „Latte Art“-Staatsmeisterin, über die Geheimnisse eines richtig guten Kaffees.

16.10.2026 07:13 von Johannes Moser
Lesezeit 2 Minuten

„Kärntner Wirtschaft“: Wie hat sich die Kaffee­kultur in Kärnten verändert?

Tamara Nadolph: Da hat sich viel getan. Gerade während Corona entstand eine richtige Home-Barista-Szene, weil die Menschen zu Hause guten Kaffee trinken wollten. Dieses Bewusstsein kommt nun auch stärker in der Gastro­nomie an. Kaffee wird wieder mehr als eigenes Produkt wahrge­nommen.

Was macht wirklich guten Kaffee aus?

Es beginnt mit einem hochwer­tigen Rohkaffee und einer guten Röstung. Bei der Zubereitung gilt die 5‑M-Formel: Mischung, Menge, Mahlung, Maschine und Mensch. Gerade der Mensch ist entscheidend. Eine gute Bohne allein garan­tiert noch lange keinen guten Kaffee.

Wo gibt es in der Gastro­nomie bei Kaffee noch Nachhol­bedarf?

Vor allem beim Wissen und bei der Schulung. Kaffee wird beim Waren­einsatz manchmal behandelt wie die Pizza beim Essen: Man versucht bei jedem Gramm zu sparen. Dabei ist guter Kaffee vergleichs­weise günstig und kann ein echtes Aushän­ge­schild sein. Ein Gast erinnert sich an hervor­ra­genden Kaffee – und kommt deshalb auch wieder. Gut geschulte Mitar­beiter sind daher enorm wichtig.

Pflanz­liche Milch­al­ter­na­tiven sind gekommen, um zu bleiben. Gleich­zeitig erlebt Filter­kaffee ein Comeback, oft mit fruch­tigen, fast teear­tigen Aromen. Wir beschäf­tigen uns wieder stärker mit dem Eigen­ge­schmack der Bohne. Kaffee besitzt eine unglaub­liche Aromen­vielfalt – für mich
sogar eine größere als Wein.

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 19/26 erschienen.
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