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Die Geschäftsführer von Maistro Marion Petschenig und Michael Strohschein. © Maistro
Maistro

Maistro verleiht ihrem
Erfolg die richtige Würze

Als einer der ersten Haubenköche entwickelte Armin Strohschein eine Suppenwürze, die die Basis für das Klagenfurter ­Familienunternehmen Maistro wurde. Heute führen es Marion Petschenig und Michael ­Strohschein in zweiter Generation.

08.10.2026 09:41 - Update am: 08.10.2026 09:42 von Ines Tebenszky
Lesezeit 8 Minuten

Natürlich sollte sie sein, der Geschmack nicht zu dominant und für alle gut verträglich – auf der Suche nach einer Suppen­würze, die all diese Kriterien erfüllt, wurde Haubenkoch Armin Stroh­schein 1985 selbst aktiv. Anfangs stand das eigene Interesse im Vorder­grund – schließlich sollte die Würzmi­schung dabei helfen, dem Essen einen konstanten Geschmack zu verleihen, auch wenn er selbst nicht in der Küche stand. Schon bald aber ließ er seine Würzmi­schung in Dosen abfüllen und konnte Kollegen aus der Spitzen­gas­tro­nomie und ‑hotel­lerie dafür gewinnen – der Grund­stein für das Unter­nehmen Maistro war mit „Meine Klare Suppe“ gelegt.

„Unser Vater hat immer nach Ideen gesucht, manchmal wurde er dafür auch belächelt, schließlich gab es große Mitbe­werber“, erinnert sich Michael Stroh­schein, der heute das Familien­unternehmen mit seiner Schwes­ter Marion Petschenig führt. Doch seine Mühe, persönlich Lokale zu besuchen und seine Würzmi­schung vorzu­stellen, machte sich bezahlt: Schon kurze Zeit später kam „Meine Klare Suppe“ auch in den Großhandel.

„Heute sind unsere Produkte flächen­de­ckend im öster­rei­chi­schen Großhandel erhältlich, in Kärnten und in der Steiermark bei Spar sowie in Kärnten bei Billa zu finden“, sagt Stroh­schein. Mittel­fristig sei das Ziel, in ganz Öster­reich gelistet zu sein. „Wir wollen das aber Bundesland für Bundesland ausrollen und auch in Deutschland, Schweden sowie bei den Nachbarn in Italien und Slowenien Fuß fassen.“

Spitzen­produkt Suppen­würze

Das Sortiment sei in den vergan­genen Jahren auf rund 20 Produkte angewachsen – neben der Suppen­würze seien auch Salat­würze, Häferl­suppe, Grill­würz­mi­schungen oder Backerbsen erhältlich. „Die Suppen­würze ist aber mit Abstand unser Spitzen­produkt“, erzählt Marion Petschenig.

Produ­ziert werde bei Lohnab­füllern in Linz, im Burgenland oder in Deutschland. „Wir haben hier sehr gute Partner gefunden, die auch große Rechts­ab­tei­lungen haben. Die Lebens­mittel-Verordnung wird jedes Jahr extremer, das könnten wir ohne Rechts­ab­teilung gar nicht bewäl­tigen“, betont Stroh­schein. Gelagert werden die Produkte seit kurzem am neuen Standort im Osten Klagen­furts. Ein ehema­liges Möbelhaus wurde adaptiert und beher­bergt nun Lager, Verwaltung und Vertrieb.

Sowohl Stroh­schein als auch seine Schwester hatten ursprünglich andere Pläne als das väter­liche Unter­nehmen zu übernehmen. „Ich war lange in der IT tätig und 15 Jahre in Asien. Als meine Kinder geboren wurden, sind wir wieder zurück nach Kärnten gekommen, doch ich wollte nicht mehr in der IT bleiben“, erinnert sich Stroh­schein. Seine Schwester ist ausge­bildete Buchhal­terin, hatte dann mehrere Lokale und ist schließlich wieder zu ihren Wurzeln in der Buchhaltung zu Maistro zurück­ge­kehrt. Als der Vater in Pension gehen wollte, ergab sich mit der Übergabe an die zweite Generation eine „Win-win-Situation für alle“.

Aus der Chronik
  • 1985 entwi­ckelt Haubenkoch Armin Stroh­schein eine Suppen­würze ohne chemische Zutaten und gründet Maistro. Erste Kunden kommen aus der gehobenen Gastro­nomie und Hotel­lerie.
  • Kurze Zeit später wird „Meine Klare Suppe“ im Großhandel gelistet, ab 1992 auch im Lebens­mit­tel­ein­zel­handel.
  • 2017 übernehmen Tochter Marion Petschenig und Sohn Michael Stroh­schein die Geschäfts­führung.
  • Die Produkt­pa­lette umfasst 20 Artikel. Der Betrieb hat sechs Mitar­beiter.
Zum Unter­nehmen
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 19/26 erschienen.
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