Maistro verleiht ihrem
Erfolg die richtige Würze
Als einer der ersten Haubenköche entwickelte Armin Strohschein eine Suppenwürze, die die Basis für das Klagenfurter Familienunternehmen Maistro wurde. Heute führen es Marion Petschenig und Michael Strohschein in zweiter Generation.
Natürlich sollte sie sein, der Geschmack nicht zu dominant und für alle gut verträglich – auf der Suche nach einer Suppenwürze, die all diese Kriterien erfüllt, wurde Haubenkoch Armin Strohschein 1985 selbst aktiv. Anfangs stand das eigene Interesse im Vordergrund – schließlich sollte die Würzmischung dabei helfen, dem Essen einen konstanten Geschmack zu verleihen, auch wenn er selbst nicht in der Küche stand. Schon bald aber ließ er seine Würzmischung in Dosen abfüllen und konnte Kollegen aus der Spitzengastronomie und ‑hotellerie dafür gewinnen – der Grundstein für das Unternehmen Maistro war mit „Meine Klare Suppe“ gelegt.
„Unser Vater hat immer nach Ideen gesucht, manchmal wurde er dafür auch belächelt, schließlich gab es große Mitbewerber“, erinnert sich Michael Strohschein, der heute das Familienunternehmen mit seiner Schwester Marion Petschenig führt. Doch seine Mühe, persönlich Lokale zu besuchen und seine Würzmischung vorzustellen, machte sich bezahlt: Schon kurze Zeit später kam „Meine Klare Suppe“ auch in den Großhandel.
„Heute sind unsere Produkte flächendeckend im österreichischen Großhandel erhältlich, in Kärnten und in der Steiermark bei Spar sowie in Kärnten bei Billa zu finden“, sagt Strohschein. Mittelfristig sei das Ziel, in ganz Österreich gelistet zu sein. „Wir wollen das aber Bundesland für Bundesland ausrollen und auch in Deutschland, Schweden sowie bei den Nachbarn in Italien und Slowenien Fuß fassen.“
Spitzenprodukt Suppenwürze
Das Sortiment sei in den vergangenen Jahren auf rund 20 Produkte angewachsen – neben der Suppenwürze seien auch Salatwürze, Häferlsuppe, Grillwürzmischungen oder Backerbsen erhältlich. „Die Suppenwürze ist aber mit Abstand unser Spitzenprodukt“, erzählt Marion Petschenig.
Produziert werde bei Lohnabfüllern in Linz, im Burgenland oder in Deutschland. „Wir haben hier sehr gute Partner gefunden, die auch große Rechtsabteilungen haben. Die Lebensmittel-Verordnung wird jedes Jahr extremer, das könnten wir ohne Rechtsabteilung gar nicht bewältigen“, betont Strohschein. Gelagert werden die Produkte seit kurzem am neuen Standort im Osten Klagenfurts. Ein ehemaliges Möbelhaus wurde adaptiert und beherbergt nun Lager, Verwaltung und Vertrieb.
Sowohl Strohschein als auch seine Schwester hatten ursprünglich andere Pläne als das väterliche Unternehmen zu übernehmen. „Ich war lange in der IT tätig und 15 Jahre in Asien. Als meine Kinder geboren wurden, sind wir wieder zurück nach Kärnten gekommen, doch ich wollte nicht mehr in der IT bleiben“, erinnert sich Strohschein. Seine Schwester ist ausgebildete Buchhalterin, hatte dann mehrere Lokale und ist schließlich wieder zu ihren Wurzeln in der Buchhaltung zu Maistro zurückgekehrt. Als der Vater in Pension gehen wollte, ergab sich mit der Übergabe an die zweite Generation eine „Win-win-Situation für alle“.
- 1985 entwickelt Haubenkoch Armin Strohschein eine Suppenwürze ohne chemische Zutaten und gründet Maistro. Erste Kunden kommen aus der gehobenen Gastronomie und Hotellerie.
- Kurze Zeit später wird „Meine Klare Suppe“ im Großhandel gelistet, ab 1992 auch im Lebensmitteleinzelhandel.
- 2017 übernehmen Tochter Marion Petschenig und Sohn Michael Strohschein die Geschäftsführung.
- Die Produktpalette umfasst 20 Artikel. Der Betrieb hat sechs Mitarbeiter.