Frühzeitig an
die Nachfolge denken
Steffen Geßner empfiehlt, sich rechtzeitig mit dem Thema Betriebsnachfolge auseinanderzusetzen.
Ein häufiger Fehler, der beim Thema Betriebsnachfolge gemacht werde, ist, sich damit zu spät auseinanderzusetzen, weiß Steffen Geßner. Der Unternehmensberater und Sprecher der WK-Expertsgroup Übergabe-Consultants empfiehlt daher, rechtzeitig mit der Planung zu beginnen. „Fünf Jahre vor Pensionsantritt sollte man sich zumindest Gedanken darüber machen, wie es mit dem Betrieb weitergehen soll. Für die konkrete Umsetzung der Nachfolge sollte man dann mit etwa zwei Jahren rechnen, es kann aber auch schneller gehen.“ Häufig brauche man die Zeit, um einen passenden Nachfolger zu finden, aber auch finanzielle, rechtliche oder steuerliche Angelegenheiten würden sich nicht von heute auf morgen regeln. So müssen sich etwa auch die Übernehmer ein klares Bild über die wirtschaftliche Lage des Betriebs machen können.
Unterstützung durch Experten
Unterstützung erhalten Übergeber und Übernehmer bei Experten. Das könnten Steuerberater, Notare oder Rechtsanwälte ebenso sein wie spezialisierte Unternehmensberater oder die Mitarbeiter der Wirtschaftskammer. „Die Aufgabe der Kolleginnen und Kollegen aus der Expertsgroup ist es, die Leute an der Hand zu nehmen und sie Schritt für Schritt zu begleiten.“ Ein Schwerpunkt werde dabei auf die zwischenmenschliche Ebene gelegt, denn in diesem Bereich gebe es viele Dinge, die gut ausgeredet werden müssen.
Nachfolge bietet Vorteile
Für Übernehmer biete eine Nachfolge viele Vorteile, ist Geßner überzeugt. „Es gibt Kunden, Lieferanten und Prozesse und man kann vom ersten Tag an Geld verdienen. Ein bestehendes Unternehmen enthält viel Erfahrung und auch Fehler haben andere schon gemacht.“
- Tipps für Übergeber
- Tipps für Übernehmer
- Zur Nachfolgebörse
Künstliche Intelligenz sinnvoll nutzen