Viele Unternehmen zögern, Behörden direkt anzusprechen. Doch gerade der offene Austausch kann Konflikte verhindern, betont Albert Kreiner.
Viele Unternehmen zögern, Behörden direkt anzusprechen. Doch gerade der offene Austausch kann Konflikte verhindern, betont Albert Kreiner. © Anita Arneitz
Albert Kreiner

„Früh mit den
Behörden sprechen“

Ombudsmann Albert Kreiner erklärt, wie frühzeitiger Dialog mit Behörden hilft.

02.10.2025 14:50 von Anita Arneitz
Lesezeit 1 Minuten

Wenn Projekte stocken, liegt das häufig nicht an fehlendem Willen, sondern an unklarer Kommu­ni­kation. Ombudsmann Albert Kreiner sieht seine Aufgabe darin, zwischen Betrieben und Behörden zu vermitteln.

„Kärntner Wirtschaft“: Wann kommt es häufig zu Problemen mit Behörden?

Albert Kreiner: Oft kommt es durch missver­ständ­liche Kommu­ni­kation zu Schwie­rig­keiten oder Verzö­ge­rungen. Das ist absolut verständlich. Hier übernehmen wir vielfach Überset­zungs­tä­tigkeit.

Nach wie vor haben Betriebe Bedenken, Kontakt mit der Ombuds­stelle aufzu­nehmen. Schließlich will man es sich nicht mit den Behörden verscherzen?

Wir wollen kein Behörden-­Bashing betreiben, sondern gemein­schaftlich Lösungen finden, mit denen Unter­nehmen, Planer, Behörden und Sachver­ständige einver­standen sind. Viele technische Normen ermög­lichen Ausnahmen, wenn sie begründet sind. Wir ermutigen zu Lösungen.

Ihr Tipp für Planer und Betriebe?

Im Vorfeld einer Umsetzung direkt Kontakt mit den Behörden und deren Sachver­stän­digen aufnehmen. Denn es hilft nichts, wenn ein Projekt fertig einlangt und dann seitens der Behörden nicht umgesetzt werden kann. Hier können die Sprechtage beim Land genützt werden – immer freitags.

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 18/25 erschienen.
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