„Früh mit den
Behörden sprechen“
Ombudsmann Albert Kreiner erklärt, wie frühzeitiger Dialog mit Behörden hilft.
Wenn Projekte stocken, liegt das häufig nicht an fehlendem Willen, sondern an unklarer Kommunikation. Ombudsmann Albert Kreiner sieht seine Aufgabe darin, zwischen Betrieben und Behörden zu vermitteln.
„Kärntner Wirtschaft“: Wann kommt es häufig zu Problemen mit Behörden?
Albert Kreiner: Oft kommt es durch missverständliche Kommunikation zu Schwierigkeiten oder Verzögerungen. Das ist absolut verständlich. Hier übernehmen wir vielfach Übersetzungstätigkeit.
Nach wie vor haben Betriebe Bedenken, Kontakt mit der Ombudsstelle aufzunehmen. Schließlich will man es sich nicht mit den Behörden verscherzen?
Wir wollen kein Behörden-Bashing betreiben, sondern gemeinschaftlich Lösungen finden, mit denen Unternehmen, Planer, Behörden und Sachverständige einverstanden sind. Viele technische Normen ermöglichen Ausnahmen, wenn sie begründet sind. Wir ermutigen zu Lösungen.
Ihr Tipp für Planer und Betriebe?
Im Vorfeld einer Umsetzung direkt Kontakt mit den Behörden und deren Sachverständigen aufnehmen. Denn es hilft nichts, wenn ein Projekt fertig einlangt und dann seitens der Behörden nicht umgesetzt werden kann. Hier können die Sprechtage beim Land genützt werden – immer freitags.