Sandro und Gerhard Piroutz haben im vergangenen Jahr 1500 Bäume gesetzt.
Sandro und Gerhard Piroutz haben im vergangenen Jahr 1500 Bäume gesetzt. © KK/woody
woody

Nach­hal­tig­keit ist seit ­jeher Teil der Phi­lo­so­phie

Schon früh spielte das Thema Nachhaltigkeit für den Sittersdorfer Schuhproduzenten woody eine große Rolle – dafür wurde er nun mit dem KWF-Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

01.04.2024 13:56 - Update am: 31.05.2024 10:40 von Ines Tebenszky
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Roh­stof­fe aus der Natur zu modi­schen und beque­men Schu­hen mit bieg­sa­mer Holz­soh­le zu ver­ar­bei­ten, ist der Anspruch des Sit­ters­dor­fer Unter­neh­mens woo­dy, dem der Fami­li­en­be­trieb seit Jahr­zehn­ten gerecht wird. Dass dies auf nach­hal­ti­ge Art und Wei­se pas­siert, ist seit jeher Teil der Phi­lo­so­phie, wie Juni­or­chef San­dro Piroutz betont. „Das Holz, das wir ver­ar­bei­ten, bezie­hen wir aus nach­hal­ti­ger Forst­wirt­schaft im Bur­gen­land, mit den Holz­ab­fäl­len behei­zen wir unse­re Gebäu­de bereits seit über 25 Jah­ren.“ 

woo­dy setzt wei­te­re Maß­nah­men um

Dar­über hin­aus stel­le man sich regel­mä­ßig die Fra­ge, was man tun kön­ne, um noch res­sour­cen­scho­nen­der zu agie­ren und set­ze schritt­wei­se Maß­nah­men um. „2021 haben wir unser Bestellsys­tem und die Abla­ge auto­ma­ti­siert, wodurch kaum noch etwas aus­ge­druckt wer­den muss“, erzählt Piroutz. Mit einer Pho­to­vol­ta­ik-Anla­ge kön­ne man 60 Pro­zent des Eigen­be­darfs decken, über eine Erwei­te­rung wer­de laut nach­ge­dacht. Im kom­men­den Jahr wird eine E‑Tankstelle errich­tet.

Auf­fors­tungs­pro­jekt 2022

Im Vor­jahr haben er und sein Vater Ger­hard ein Auf­fors­tungs­pro­jekt umge­setzt: „Wir haben 1500 Bäum­chen auf einer 1,3 Hekt­ar gro­ßen Wald­flä­che in der Nach­bar­schaft gesetzt, die wir nun ins­ge­samt drei Jah­re wei­ter­be­treu­en.“

Gesun­der Misch­wald als Ziel

Das Ziel, einen gesun­den Misch­wald her­an­zu­zie­hen, woll­te man vor allem auch durch gro­ße Arten­viel­falt errei­chen. Gesetzt wur­den unter ande­rem Schwarz­erlen, Kie­fern, Eichen oder Wei­den. Gera­de zu den Wei­den habe der Betrieb einen engen Bezug, da ihr Holz sich am bes­ten für die Holz­soh­len eig­ne.

Geforscht wer­de der­zeit dar­an, Leder durch vega­nes Ober­ma­te­ri­al zu erset­zen. „Wir haben das vor eini­gen Jah­ren schon ver­sucht, aber damals gab es kei­ne Nach­fra­ge. Mitt­ler­wei­le exis­tiert die Ziel­grup­pe, auch wenn sie ver­gleichs­wei­se klein ist. Doch die Idee ist schön und passt zu uns.“

Wei­te­re nach­hal­ti­ge Betrie­be

Wei­te­re Sto­rys fin­den Sie in unse­rer Kate­go­rie Kärn­ten nach­hal­tig.