Frauenpower in Friaul: Die Kärntner Unternehmerinnen bei einem exklusiven Treffen in der Destillerie Nonino mit Antonella Nonino (am Bild in der Mitte).
Frauenpower in Friaul: Die Kärntner Unternehmerinnen bei einem exklusiven Treffen in der Destillerie Nonino mit Antonella Nonino (am Bild in der Mitte). © WKK/Marygoodfoto
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Unter­neh­me­rin­nen­reise führte nach Italien

Eine Unternehmerinnenreise führte 50 Unternehmerinnen aus Kärnten nach Cividale del Friuli.

29.06.2024 10:42 - Update am: 30.06.2024 21:33 von Corina Thalhammer
Lesezeit 14 Minuten

In Friaul-Julisch Venetien gibt es rund 20.000 Unter­neh­me­rinnen, die damit ähnlich stark in der Wirtschaft vertreten sind wie in Kärnten. Um den Austausch und das Kennen­lernen zu fördern, veran­staltete Frau in der Wirtschaft Kärnten eine exklusive Reise für Unter­neh­me­rinnen nach Cividale del Friuli. „Grenz­über­schrei­tendes Denken und Handeln wird immer wichtiger“, erklärt Astrid Legner, WK-Vizeprä­si­dentin und Landes­vor­sit­zende von Frau in der Wirtschaft Kärnten.

Eine Beziehung mit langer Geschichte

Mit knapp 1,2 Millionen Einwohnern ist Friaul-Julisch Venetien ein wichtiger Zielmarkt für die heimische Wirtschaft. Die Region gilt als Tor nach Italien, wie Matteo Zen und Anna Maier­hofer vom Außen­wirt­schafts-Büro Padua bestä­tigen. Schon die Habsburger pflegten die Bezie­hungen zwischen den Ländern. Zunächst reiste die Gruppe nach Venzone. Diese Stadt erstrahlt 20 Jahre nach den schweren Erdbeben wieder als Vorzei­ge­projekt für den Wieder­aufbau. Reise­lei­terin Giovanna Tosetto erinnert sich noch gut an das Erdbeben: „Erste Hilfe kam in Form von Trink­wasser mit Lkw aus Kärnten.“

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Gemeinsame Werte

Die gegen­seitige Hilfe, der Mut sowie das Durch­hal­te­ver­mögen verbinden Friaul und Kärnten und sind vor Ort spürbar. Ein Beispiel ist die Destil­lerie Nonino, die drei Töchtern des Hauses führen. Sie bringen ihre Stärken in das Unter­nehmen ein, das aktuell 40 Mitar­beiter und 20 Saison­ar­beiter beschäftigt. Gemeinsam halten sie die Kunst der handwerk­lichen Grappa-Herstellung am Leben und arbeiten an Innova­tionen, wie dem ausge­zeich­neten Aperitivo Nonino und der Wieder­ver­wertung von Trester­rück­ständen. Ihr Tipp: „Unser Grappa passt hervor­ragend zur Sacher­torte.“

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Verkauf, Kloster und Tempel

In Cividale traf sich die Kärntner Delegation mit dem Business­frau­en­netzwerk Confar­ti­gi­anato. In der Boutique M.A.D.A. verkaufen rund 20 Kunst­hand­werker monatlich wechselnd ihre Produkte. Zum Abschluss erkundete die Gruppe den Lango­barden Tempel und das Kloster Santa Maria in Valle.

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