Baustelle Paradeisergasse
Auch wenn es zur Zeit nicht danach aussieht: alle Geschäfte in der Paradeisergasse in Klagenfurt haben geöffnet und sind zu Fuß erreichbar. © KW
Paradeisergasse

Trotz Baustelle
weiterhin geöffnet

Mit Engagement, kreativen Ideen und dem Willen, gemeinsam etwas zu bewegen, blicken die Unternehmer in der Paradeisergasse nach vorn.

23.10.2026 09:25 - Update am: 23.10.2026 09:37 von Claudia Blasi
Lesezeit 6 Minuten

Seit Mitte August sind zahlreiche Betriebe in der Paradeis­er­gasse in Klagenfurt unmit­telbar von einer Baustelle betroffen. Die gesamte Leitungs­in­fra­struktur wird saniert. Dass inves­tiert und die Infra­struktur auf den neuesten Stand gebracht wird, sehen die Unter­nehmen vor Ort positiv. Weniger erfreut ist man über die Vorge­hens­weise, erklärt Franz Ahm, WK-Bezirks­stel­len­obmann von Klagenfurt: „Wir werden viel zu kurzfristig oder gar nicht über Bauvor­haben infor­miert, obwohl zahlreiche Betriebe direkt betroffen sind – das geht gar nicht.“


Bei einem Baustel­len­rundgang wird schnell klar, wo der Schuh drückt (siehe auch State­ments unten): Die Unter­nehmer fühlen sich vor den Kopf gestoßen, haben zu wenig Mitspra­che­recht und würden sich gern mehr einbringen. Viele befürchten, Ende November, dem geplanten Ende der Baustelle, einen Fleckerl­teppich in ihrer Straße vorzu­finden.

Unter­nehmen fordern mehr Mitsprache


Um das zu verhindern, wären die Betriebe bereit gemeinsam ein Konzept auszu­ar­beiten, wie die Paradeis­er­gasse in Zukunft attrak­tiver gestaltet werden könnte. Dafür fordern sie von der Stadt Einsicht in das finale Straßen­konzept. „Die Unter­nehmen unter­stützen nicht nur mit kreativen Ideen, sondern wären zum Teil bereit, finan­zielle Mittel in die Hand zu nehmen. Es wäre fatal, wenn die Stadt diese ausge­streckte Hand nicht annehmen würde“, so Ahm.


Trotz aller Heraus­for­de­rungen überwiegt das unter­neh­me­rische Engagement und der Zusam­menhalt. Die Paradeis­er­gasse in Klagenfurt zeigt, wie vielfältig der Handel und die Dienst­leister in der Innen­stadt sein können. Persön­liche Beratung statt anonmyer Massenware und gewachsene Kunden­be­zie­hungen bieten vor allem in schwie­rigen Zeiten einen klaren Vorteil.

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Sabine Rom, Rom Cosmetics

„Lärm, Schmutz, Erschüt­te­rungen, Liftaus­fälle und eine unter­bro­chene Wasser­leitung nehmen wir in Kauf, wenn die Straße nach dem Umbau entspre­chend gestaltet wird. Ein schönes Eröff­nungsfest der neuen Straße, an dem sich auch alle Unter­nehmen einbringen und vorstellen können, wäre eine von vielen Ideen.“

rom-cosmetics
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Alexander Langer, Klavierhaus Langer

„Wir haben prinzi­piell nicht so viel Laufkund­schaft und wenn jemand an einem Klavier inter­es­siert ist, wird ein Termin vereinbart. Bei der Zustellung müssen wir hin und wieder helfen, da die Zufahrt durch die Baustelle blockiert ist. Mein Wunsch wäre, beim Gehsteig wieder Pflas­ter­steine zu verwenden.“

Klavierhaus Langer
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Christa Heller, Juwelier Heller

„Trotz aufge­ris­sener Straßen sehen wir die Dinge positiv und gestalten nach wie vor unsere Schau­fenster. Wir würden uns freuen, wenn sie uns Unter­nehmer mehr in solche Pläne einbinden würden. Wir sind ein Famili­en­be­trieb und wären auch bereit, uns finan­ziell an der Gestaltung unseres beruf­lichen Umfeldes zu betei­ligen.“

Juwelier Heller
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Christof Neuner, Schuhhaus Rex

„Mein Geschäft ist Richtung Bahnhof­straße nicht betroffen, daher kann ich nicht über weniger Kunden klagen. Was ich mir aber wünschen würde, wäre diese Baustelle als Anlass zu nehmen, die Straße grüner und moderner zu gestalten. Die Betriebe könnten koope­rieren und sich aktiv einbringen. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt.“

Schuhhaus Rex
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 20/26 erschienen.
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