EAK_Montenero Production_Teamfoto
Blicken mit Stolz auf das Erreichte und haben auch in Zukunft noch viel vor: Lukas und Katrin Schwarzkogler. Ihr Kreativitätsturbo: „Zeit außerhalb des Büros verbringen – Kaffee trinken gehen und Leute beobachten, viel mehr braucht es nicht.“ © WKK/Zangerle
Monte Nero Productions

Hier ist alles
erlaubt, nur keine Lange­weile

Vom Underdog zum Fixstern der Filmbranche – Monte Nero Productions aus Klagenfurt feiert in wenigen Monaten sein zehnjähriges Bestehen: Eine Geschichte über einen steinigen Weg, kreative Eigenständigkeit und Zukunftspläne, die viele überraschen dürften.

22.10.2026 09:34 - Update am: 22.10.2026 09:34 von Claudia Blasi
Lesezeit 6 Minuten

Sie teilen Tisch, Bett und Büro: Katrin und Lukas Schwarz­kogler haben sich am Arbeits­platz kennen und lieben gelernt. Der gebürtige Schlad­minger studierte Infor­ma­ti­ons­design an der FH Joanneum in Graz. 2007 gründete er gemeinsam mit einem Studi­en­kol­legen in Klagenfurt Airborne Motion Pictures, ein Unter­nehmen für Drohnen- und Filmpro­duktion. Sie ist das „Allround­talent“, studierte Zahnme­dizin, restau­rierte Kirchen in Innsbruck und fand schließlich zurück in ihre Heimat und einen Job in seiner Firma.

Privat gab es für die Liebes­ge­schichte ein Happy End, beruflich war es aber eine enorme Heraus­for­derung: „Wir waren unserer Zeit weit voraus. Niemand hat uns ernst genommen, es war echt ein Horror“, erzählt Katrin Schwarz­kogler. Der Wunsch nach weniger Technik und mehr Kreati­vität führte die beiden in die gemeinsame Selbst­stän­digkeit. 2017 gründeten sie in Klagenfurt das Film- und Anima­ti­ons­studio Monte Nero Produc­tions. Das Portfolio reicht von Werbe- und Image­filmen über TV-Spots, Kinopro­jekte und Musik­videos bis hin zu Kongressen und Events. Der Schwer­punkt liegt auf Filmpro­duk­tionen, insbe­sondere auf Motion Design und visuellen Effekten.

© WKK/Zangerle (4)

Auch Künst­liche Intel­ligenz kommt zum Einsatz, aber gezielt: „Die Kompetenz geht immer vom Menschen aus. Künst­liche Intel­ligenz libera­li­siert unsere Arbeits­weise, wir haben mehr Zeit für das Wesent­liche und automa­ti­sieren, was uns keinen Spaß macht“, erklärt Lukas Schwarz­kogler. Der blinde Einsatz unzäh­liger Tools führe letztlich nur zu einem Einheitsbrei. Monte Nero Produc­tions stehe hingegen für Projekte à la carte. „Jeder Kunde bekommt eine maßge­schnei­derte Lösung. Dabei legen wir höchsten Wert auf den Detailgrad der Ausar­beitung, um ganz klar unsere Handschrift zu zeigen“, so die Gründer.

Feinsinn findet Anklang


Dieser Feinsinn findet im hochprei­sigen Segment Anklang. Zu den Kunden zählen inter­na­tionale Firmen wie Microsoft, aber auch heimische Größen wie Infineon oder Riedl. Werbung im klassi­schen Sinn gebe es nicht, nur Empfeh­lungen. Dennoch reicht die Strahl­kraft ihrer Arbeiten bis nach Japan, wo sie als Referenz­pro­jekte heran­ge­zogen wurden.


Trotz dieser Reich­weite hält man am Standort in Kärnten fest: „Wir stehen nicht auf Socia­lising, schätzen die Ruhe, die Natur und auch die relative Unbekanntheit.“ Und auch quali­fi­ziertes Personal gibt es quasi vor der Bürotür. Alle sechs Mitar­beiter kommen aus Klagenfurt und bilden ein Team aus Künstlern, Designern, Filmschaf­fenden und Freigeistern, die lieben, was sie tun.


Diese Leiden­schaft soll im Jubilä­umsjahr 2027 in ein beson­deres Projekt münden. Noch wollen die beiden nicht zu viel verraten. Fest steht, dass sie etwas Neues wagen und dafür auch andere Kärntner Betriebe mit ins Boot holen.

Aus der Chronik
  • 2017 gründeten Lukas (45) und Katrin Schwarz­kogler (51) Monte Nero Produc­tions in Klagenfurt.
  • Der Betrieb hat sechs Mitar­beiter und ist für seine eigenen Pfade in der audio­vi­su­ellen Gestaltung bekannt.
  • Zahlreiche Preise zieren das Altbaubüro in der Hasner­straße. Jüngstes Beispiel: Das multi­me­diale Projekt „Zukunft des Radios“ für das Kärnten Museum brachte einen Creos-Award in Silber ein, Gold bei den World Media Festivals in Hamburg und bei den US Inter­na­tional Awards Ceremonies in Los Angeles den Titel „Production Company of the Year“.
Zum Unter­nehmen
Info-Icon
Dieser Artikel ist in Ausgabe 20/26 erschienen.
Info-Icon
Ähnliche Artikel finden Sie in der Kategorie: Erfolg aus Kärnten