Mann anfang 50 mit weißem Hemd vor weißem Hintergrund
Geschäftsführer Michael Strohschein © Maistro
Maistro

„Brauchen mehr Zeit
fürs Unter­neh­mertum“

Michael Strohschein führt das Unternehmen Maistro in zweiter Generation. Sein Vater, der Haubenkoch Armin Strohschein entwickelte eine Suppenwürze, die die Basis für das Klagenfurter ­Familienunternehmen wurde.

19.10.2026 07:45 von Ines Tebenszky
Lesezeit 3 Minuten

„Kärntner Wirtschaft“: Was macht erfolg­reich gelebtes ­Unter­neh­mertum aus?

Mut, Ausdauer und die Bereit­schaft, Verant­wortung zu übernehmen. Und vor allem darf man nie aufhören, sich weiter­zu­ent­wi­ckeln.

Warum sind Unternehmer­persönlichkeiten wichtig für das Land?

Unter­nehmer schaffen Arbeits­plätze, inves­tieren, bringen Ideen in die Umsetzung und sorgen dafür, dass Wertschöpfung im Land bleibt und eine Region wirtschaftlich lebendig bleibt.

Für welche Werte hat ein gestan­denes ­Unter­nehmen zu stehen?

Handschlag­qua­lität, Verläss­lichkeit und ein ­fairer Umgang mit Mitar­beitern, Kunden und Liefe­ranten. Erfolg ist wichtig – aber nicht um jeden Preis.

Wie bringen Sie sich in der Region ein?

Indem wir in Kärnten inves­tieren, regionale Partner einbinden und langfristige Bezie­hungen pflegen.

Werden Rolle und Bedeutung des Unter­neh­mertums auch in der breiten Öffent­lichkeit wahrge­nommen?

Nicht immer ausrei­chend. Oft sieht man das fertige Produkt oder das ­Unter­nehmen, aber weniger die ­Verant­wortung, das Risiko und die vielen Entschei­dungen dahinter. ­Unter­neh­mertum bedeutet nicht nur Erfolg, sondern auch jeden Tag Verant­wortung für Mitar­beiter, Kunden und die Zukunft des Unter­nehmens zu tragen.

Mein Wunsch an die politi­schen Entschei­dungs­träger …

Weniger Bürokratie, einfa­chere ­Rahmen­be­din­gungen und mehr Vertrauen in die Unter­nehmer. Wir brauchen wieder mehr Zeit fürs Unter­neh­mertum – und weniger Zeit für Verwaltung.

Im nächsten Unter­neh­mer­leben würde ich …

… vieles wieder genauso machen – nur bei ­manchen Entschei­dungen etwas mutiger und schneller sein. Und ein bisschen früher darauf vertrauen, dass sich Hartnä­ckigkeit meis­tens auszahlt.

Was sind die größten Gefahren für das Unter­neh­mertum?

Überbor­dende Bürokratie, ständig steigende Kosten und Rahmen­be­din­gungen, die langfris­tige Planung immer schwie­riger machen.

Zum Unter­nehmen
  • 1985 entwi­ckelt Haubenkoch Armin Stroh­schein eine Suppen­würze ohne chemische Zutaten und gründet Maistro. Erste Kunden kommen aus der gehobenen Gastro­nomie und Hotel­lerie.
  • Kurze Zeit später wird „Meine Klare Suppe“ im Großhandel gelistet, ab 1992 auch im Lebens­mit­tel­ein­zel­handel.
  • 2017 übernehmen Tochter Marion Petschenig und Sohn Michael Stroh­schein die Geschäfts­führung.
  • Die Produkt­pa­lette umfasst 20 Artikel. Der Betrieb hat sechs Mitar­beiter.
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 19/26 erschienen.
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