Tauerngold verbindet
Tradition mit Eleganz
Seit über 130 Jahren steht die Kärntner Goldmanufaktur Tauerngold für Handwerkskunst. Als einziger Schmuckkettenhersteller Österreichs hat sich das Unternehmen außer Konkurrenz einen Namen gemacht.
Es ist nicht alles Gold was glänzt, außer bei der Firma Tauerngold in Glanegg. Hier werden wertvolle Edelmetalle zu Schmuckketten verarbeitet. 0,8 Millimeter beträgt die Breite der dünnsten Kette und jede ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. Genau das ist das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens: die Herstellung von Lotkerndrähten. „Ein aufwendiges Verfahren, das nur noch wenige Betriebe weltweit einsetzen können“, erzählt Klaus Hell-Höflinger. So werden reißfeste, durchgängig gelötete Schmuckketten von hoher Belastbarkeit erzeugt. Ein Verkaufsargument für Endkunden, die gerne hochpreisigen Diamantschmuck auf zarten Ketten in Szene setzen möchten.
Über 1000 Produkte
24 Kettentypen und sieben Edelmetalllegierungen stehen zur Auswahl, als Meterware oder auf den Zentimeter genau mit passenden Verschlüssen. Goldschmiede und Juweliere können aus über 1000 Produkten und in Summe 40.000 Produktvariationen wählen. Alle lagernden Artikel sind binnen weniger Arbeitstage versandbereit.
Handgefertigt auf Bestellung, durchläuft jede Kette die Hände erfahrener Handwerker, Goldschmiede und Gießer. Dabei wird auf Qualität höchsten Wert gelegt: Jede Kette, jeder Arbeitsschritt werde zehnmal kontrolliert, bevor das Schmuckstück in den Verkauf komme. Ein großer Prozentsatz der Luxusgüter gehe in den heimischen Handel, der Rest werde in das benachbarte Ausland exportiert. Die Nachfrage sei konstant hoch. „Wer es sich leisten kann, investiert in Gold und wer Geld braucht, verkauft es.“ Der Preis für ein Kilogramm Feingold liegt aktuell bei über 90.000 Euro.
Gelebte Nachhaltigkeit
Das verarbeitete Gold stammt aus Altgoldankäufen in Österreich. Im Sinne der Nachhaltigkeit wurde bereits vor über 17 Jahren mit dem Edelmetall-Recycling begonnen. Alter Schmuck, Tafelsilber, Feilungsrückstände und Gekrätz werden gesammelt, im Haus geschmolzen und geschieden. Vom Ankauf oder der Anlieferung des Altgoldes über die Rückgewinnung von Feinmetallen bis hin zum fertigen Produkt bietet Tauerngold seinen Kunden einen umweltfreundlichen Edelmetall-Kreislauf.
Die gelebte Nachhaltigkeit sei nur eines der Erfolgsgeheimnisse des Unternehmens: „Wir stehen auch für Tradition, Qualität und Flexibilität. Unsere Familie ist immer bodenständig geblieben. Es gibt eine flache Hierarchie und langjährige Mitarbeiter, auf die man sich verlassen kann. Mit solchen Strukturen ist es möglich, bei individuellen Kundenwünschen zu punkten“, ist der Geschäftsführer überzeugt.
Neuer Webshop
Ende des Jahres soll ein weiterer Schritt in Richtung umfassendes Kundenservice erfolgen: Dann eröffnet Tauerngold seinen neuen B2B-Webshop. Dieser soll eine noch effizientere und schnellere Betreuung ermöglichen.
- Vor fünf Generationen gründete Ignaz Seeleithner 1891Tauerngold in Graz.
- Der Goldschmiedemeister begann mit handgefertigten Ketten.
- Zu Beginn des Krieges übersiedelte das Unternehmen nach Zagreb. Die Produktion mit Maschinen wurde aufgenommen.
- Nach dem Krieg wurde 1946 der Standort in Glanegg eröffnet.
- 2008 erweiterte Klaus Hell-Höflinger das Unternehmen und begann mit dem Recycling von Altgold.