Klaus Hell-Höflinger im Maschinenraum von Tauerngold.
Klaus Hell-Höflinger im Maschinenraum von Tauerngold. © Alexander Wieselthaler
Tauerngold

Tauerngold verbindet
Tradition mit Eleganz

Seit über 130 Jahren steht die Kärntner Goldmanufaktur Tauerngold für Handwerkskunst. Als einziger Schmuckkettenhersteller Österreichs hat sich das Unternehmen außer Konkurrenz einen Namen gemacht.

18.03.2025 08:41 - Update am: 20.03.2025 09:22 von Claudia Blasi
Lesezeit 8 Minuten

Es ist nicht alles Gold was glänzt, außer bei der Firma Tauerngold in Glanegg. Hier werden wertvolle Edelme­talle zu Schmuck­ketten verar­beitet. 0,8 Milli­meter beträgt die Breite der dünnsten Kette und jede ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. Genau das ist das Allein­stel­lungs­merkmal des Unter­nehmens: die Herstellung von Lotkern­drähten. „Ein aufwen­diges Verfahren, das nur noch wenige Betriebe weltweit einsetzen können“, erzählt Klaus Hell-Höflinger. So werden reißfeste, durch­gängig gelötete Schmuck­ketten von hoher Belast­barkeit erzeugt. Ein Verkaufs­ar­gument für Endkunden, die gerne hochprei­sigen Diamant­schmuck auf zarten Ketten in Szene setzen möchten.

Über 1000 Produkte

24 Ketten­typen und sieben Edelme­tall­le­gie­rungen stehen zur Auswahl, als Meterware oder auf den Zenti­meter genau mit passenden Verschlüssen. Goldschmiede und Juweliere können aus über 1000 Produkten und in Summe 40.000 Produkt­va­ria­tionen wählen. Alle lagernden Artikel sind binnen weniger Arbeitstage versand­bereit.

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Handge­fertigt auf Bestellung, durch­läuft jede Kette die Hände erfah­rener Handwerker, Goldschmiede und Gießer. Dabei wird auf Qualität höchsten Wert gelegt: Jede Kette, jeder Arbeits­schritt werde zehnmal kontrol­liert, bevor das Schmuck­stück in den Verkauf komme. Ein großer Prozentsatz der Luxus­güter gehe in den heimi­schen Handel, der Rest werde in das benach­barte Ausland expor­tiert. Die Nachfrage sei konstant hoch. „Wer es sich leisten kann, inves­tiert in Gold und wer Geld braucht, verkauft es.“ Der Preis für ein Kilogramm Feingold liegt aktuell bei über 90.000 Euro.

Gelebte Nachhal­tigkeit

Das verar­beitete Gold stammt aus Altgold­an­käufen in Öster­reich. Im Sinne der Nachhal­tigkeit wurde bereits vor über 17 Jahren mit dem Edelmetall-Recycling begonnen. Alter Schmuck, Tafel­silber, Feilungs­rück­stände und Gekrätz werden gesammelt, im Haus geschmolzen und geschieden. Vom Ankauf oder der Anlie­ferung des Altgoldes über die Rückge­winnung von Feinme­tallen bis hin zum fertigen Produkt bietet Tauerngold seinen Kunden einen umwelt­freund­lichen Edelmetall-Kreislauf.

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Die gelebte Nachhal­tigkeit sei nur eines der Erfolgs­ge­heim­nisse des Unter­nehmens: „Wir stehen auch für Tradition, Qualität und Flexi­bi­lität. Unsere Familie ist immer boden­ständig geblieben. Es gibt eine flache Hierarchie und langjährige Mitar­beiter, auf die man sich verlassen kann. Mit solchen Struk­turen ist es möglich, bei indivi­du­ellen Kunden­wün­schen zu punkten“, ist der Geschäfts­führer überzeugt.

Neuer Webshop

Ende des Jahres soll ein weiterer Schritt in Richtung umfas­sendes Kunden­service erfolgen: Dann eröffnet Tauerngold seinen neuen B2B-Webshop. Dieser soll eine noch effizi­entere und schnellere Betreuung ermög­lichen.

Aus der Chronik
  • Vor fünf Genera­tionen gründete Ignaz Seeleithner 1891Tauerngold in Graz.
  • Der Goldschmie­de­meister begann mit handge­fer­tigten Ketten.
  • Zu Beginn des Krieges übersie­delte das Unter­nehmen nach Zagreb. Die Produktion mit Maschinen wurde aufge­nommen.
  • Nach dem Krieg wurde 1946 der Standort in Glanegg eröffnet.
  • 2008 erwei­terte Klaus Hell-Höflinger das Unter­nehmen und begann mit dem Recycling von Altgold.
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