Geschäftsführer Bernhard Weißhaupt (rechts) mit seinem Kollegen Thomas Tripolt. Sie setzen auf einen regionalen und fairen Kaffee-Genuss.
Geschäftsführer Bernhard Weißhaupt (rechts) mit seinem Kollegen Thomas Tripolt. Sie setzen auf einen regionalen und fairen Kaffee-Genuss. © KK/RoastLov
RoastLov

Mit Herz und
fairen Bohnen

In der kleinen Wolfsberger Rösterei „RoastLov“ sorgen zwei frühere Hobbyröster für fairen, nachhaltigen und regionalen Kaffeegenuss.

04.06.2024 14:07 - Update am: 04.06.2024 14:09 von Christina Scherzer
Lesezeit 4 Minuten

Was für den Wolfs­berger Bernhard Weißhaupt einst als Hobby mit einem kleinen Gasgrill begann, wurde zu einer eigenen kleinen Kaffee-Rösterei. Gemeinsam mit seinem Arbeits­kol­legen Thomas Tripolt hat er sich vor vier Jahren ein neben­be­ruf­liches Kaffee­business aufgebaut. Mit der Rösterei „RoastLov“ wollen die beiden regio­nalen, nachhal­tigen sowie fairen Kaffee anbieten. Weißhaupt röstet, verpackt und etiketiert in seiner Wolfs­berger Garage. Der Heimatort dient für den Betrieb aber nicht nur als Produk­ti­ons­stätte, sondern auch als Wieder­erken­nungswert: Während ein Wolf für Wolfsberg das Logo ziert, leitet sich der Name „RoastLov“ aus den Wörtern Rösterei und „Lovntol“ ab.

Fair und nachhaltig

Bezogen werden die rohen Kaffee­bohnen von Klein­bauern unter anderem aus dem Chimanimani Natio­nalpark in Mosambik sowie aus Karmerun, Peru, Brasilien, Honduras oder Mexiko. Dabei achten die beiden auf eine händische Ernte und einen fairen Kaffee­preis, von dem auch die Bauern vor Ort profi­tieren. Beim Transport versucht man, große Zwischen­händler zu vermeiden und den Weg der Ware so kurz und direkt wie möglich zu halten. Kleinere Mengen werden per Luftfracht geliefert, größere per Contai­ner­schiff. „Zu 100 Prozent nachhaltig zu sein, ist schwierig und sehr teuer“, so der 36-Jährige. Sein Ziel sei es aber, in Zukunft auch Segel­kaffee zu impor­tieren, das heißt die Lieferung erfolge per Segel­schiff und ist damit nachhal­tiger.

© KK/RoastLov (3)

Regional und vielfältig

Vertrieben werden die Produkte haupt­sächlich in Unter­kärnten und über den Onlineshop. Angefangen bei Bauern­läden, findet man die verschie­denen Kaffee­sorten mittler­weile auch bei größeren regio­nalen Händlern in Wolfsberg und Umgebung. Auch Gastro­no­mie­be­triebe in der Region beziehen ihren Kaffee von der Rösterei.
Neben den Kaffee­bohnen bieten die Schicht­ar­beiter kompos­tierbare Kaffee­kapseln, einen Kaffee-Apfel-Gin sowie einen Tee aus den Blättern und den Frucht­schalen der Kaffee­pflanze an. Herge­stellt werden die Zusatz­pro­dukte zusammen mit regio­nalen Koope­ra­ti­ons­partnern. Beim Sortiment wird auf Vielfalt geachtet. „Wir wollen viele verschiedene Geschmäcker erreichen.“ Neben den fixen Sorten, sorgen sie deshalb immer wieder für frischen Wind.

Sommerhüte aus Jutesäcken

Auch bei der Wieder­ver­wendung der Materialien denken die Lavant­taler nachhaltig. So werden aus den Jutesäcken, in denen die Bohnen angeliefert werden, Sommerhüte gemacht. Außerdem gibt es für Kunden eigene Dosen, in denen sie die Kaffee­bohnen abfüllen bezie­hungs­weise nachfüllen können.
Für den neben­be­ruf­lichen Kaffee­röster bedeutet Nachhal­tigkeit, alles aus der Kaffee­pflanze heraus­zu­holen. „Je natür­licher, desto besser.“

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