Roman Haas führt das Unternehmen Haas Werbetechnik.
Roman Haas führt das Unternehmen Haas Werbetechnik. © Wajand
Haas Werbetechnik

Kreati­vität lebt Haas an der Druck­ma­schine aus

Mehr als 2000 unterschiedliche Produkte können im Klagenfurter Unternehmen Haas Werbetechnik her­gestellt werden. Mit einer speziellen Plattendruck­maschine hat Geschäftsführer Roman Haas seine ­Nische gefunden und beweist darin Kreativität.

02.04.2024 10:19 - Update am: 31.05.2024 11:00 von Ines Tebenszky
Lesezeit 5 Minuten

Ob Visiten­karten aus Aluminium, Sonnen­schutz­fo­lie­rungen, Acryl­glas­bilder, Leucht­werbung, Licht­bilder oder Schriften – das Klagen­furter Unter­nehmen Haas Werbe­technik weiß, wie man auf einen Betrieb aufmerksam machen kann. Mehr als 2000 verschiedene Produkte kann Geschäfts­führer Roman Haas mit seinem achtköp­figen Team anfer­tigen und das aus unterschiedlichs­ten Materialien. Eine Beson­derheit, die viele ausge­fallene Produk­tionen ermög­licht, ist eine Platten-UV-Direkt­druck­ma­schine. „Sie bringt die Tinte direkt auf die Materialien auf, UV-Licht härtet die Tinte aus“, erklärt Haas.

Rund eine Million inves­tiert

Früher habe man Logos oder Schriften meist auf Folien gedruckt, um dann den jewei­ligen Unter­grund damit zu bekleben. Mit der Maschine sei das nicht mehr nötig, da sie auch Glas, Plexiglas, Holz oder Kunst­stoff direkt bedrucken kann. Rund 350.000 Euro habe der Betrieb dafür inves­tiert, insgesamt ist in den vergan­genen Jahren rund eine Million Euro in die Soft- und Hardware-Ausstattung geflossen. „Die UV-Platten­druck­ma­schine ist sicher das Herzstück unseres Unter­nehmens“, ist der Geschäfts­führer überzeugt – und sie ermög­liche dem Unter­nehmen auch, Aufträge abseits der Werbe­ab­sicht anzunehmen. Küchen­rück­wände können mit der Druck­ma­schine ebenso indivi­duell gestaltet werden wie Zirben­holz­bilder mit 3‑D-Effekt.

Für Arbeit ausge­zeichnet

„Die Zirben­holz­bilder mit aufge­druckten Grünop­tiken haben wir seit zwei Jahren im Programm.“ Dabei wird direkt auf das Holz gedruckt – was entsteht, ist ein Bild, das aussieht, als würde Moos darauf wachsen. Für ein solches Bild, erweitert um Elemente, die alle Möglich­keiten der Druck­ma­schine abbilden, ist Haas kürzlich ausge­zeichnet worden. Aus 60 Firmen weltweit wurde das in 68 Druck­ver­fahren produ­zierte Kunstwerk bei der Creative Challenge des Druck­maschinenherstellers mit dem ersten Platz ausge­zeichnet. „Und das zum zweiten Mal in Folge“, freut sich der Geschäfts­führer. 

Unter­nehmer sind die Stand­säule des Wohlstands.Zitat Ende

Roman Haas

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Stolz auf Meister­titel

Mindestens ebenso stolz wie auf seine Weltmeis­ter­titel ist Haas auf seinen Meister­titel. Zumal er ursprünglich einen anderen beruf­lichen Weg als Kälte­anlagentechniker einge­schlagen hatte. Seine kreative Ader, die er häufig beim Fotogra­fieren ausleben konnte, hat ihn dann letztlich die Branche wechseln lassen. Wichtig ist ihm, möglichst viel Wissen weiter­zu­geben, weshalb er auch Lehrlinge ausbildet. „Für die Arbeit als Beschrif­tungs­de­signer und Werbe­tech­niker braucht man viel Feingefühl. Man muss ein Verständnis dafür entwi­ckeln, wie vielseitig die Materialien sind, und mit jedem Projekt lernt man sehr viel. Das möchte ich möglichst umfassend weiter­geben.“

Neubau als Wunsch

Denn ein großes Anliegen ist Haas, mit jedem Auftrag Qualität zu liefern. Und das wissen seine Kunden aus Kärnten, Öster­reich oder Deutschland zu schätzen, wo er auch schon Arbeiten eines Künstlers umgesetzt hat. Da der Platz zur kreativen Entfaltung am derzei­tigen Standort mit 360 Quadrat­metern aller­dings begrenzt ist, arbeitet Haas auf ­einen Neubau mit 800 bis 1000 Quadrat­metern hin. „Diesen Wunsch möchte ich mir erfüllen.“

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