Unternehmensberater Franz Knittelfelder begleitet Projekte bei denen es um Kreislaufwirtschaft und gesunden Boden geht.
Unternehmensberater Franz Knittelfelder begleitet Projekte bei denen es um Kreislaufwirtschaft und gesunden Boden geht. © Sonja Haubenhofer
Franz Knittelfelder

Boden als
Basis für alles

Unternehmensberater Franz Knittelfelder aus Velden entwickelt und begleitet Projekte im gesamten deutschsprachigen Raum, bei denen es um Kreislaufwirtschaft und gesunden Boden geht.

13.10.2026 07:06 von Anita Arneitz
Lesezeit 3 Minuten

Egal, wohin Franz Knittel­felder kommt, der erste Blick geht zum Boden und dann wühlen die Hände auch schon in der Erde: „Der Boden ist die Basis für alles in unserem Leben und nicht nur eine Pflanz­fläche, sondern ein eigenes Ökosystem mit Milli­arden Mikro­or­ga­nismen, Pilzen und ­Lebewesen“, sagt Knittel­felder. Seine Leiden­schaft für den Boden liegt in seinen bäuer­lichen Wurzeln und den jahrzehn­te­langen beruf­lichen Tätig­keiten im Agrar­be­reich. „Je inten­siver ich mich mit Landwirt­schaft, Tierer­nährung und der Qualität unserer Lebens­mittel beschäf­tigte, desto klarer wurde mir, welche bedeu­tende Rolle der Boden spielt.“

Seit 2019 berät und entwi­ckelt er Projekte rund um den Boden und die Kreis­lauf­wirt­schaft – angefangen von Lebens­mitteln über Bildung und Entsie­gelung bis hin zur Industrie. Gemeinsam mit einem großen Kärntner Betrieb wurde aus einem Neben­produkt ein eigener Futter­mit­tel­zu­satz­stoff, der jetzt in der Tierer­nährung einge­setzt wird.

„In den Unter­nehmen tut sich aktuell sehr viel und ich merke ein Umdenken.“ Auch in Betrieben, die nicht unmit­telbar mit dem Boden zu tun haben, werde stärker in Kreis­läufen gedacht, etwa wenn es um die Planung oder Nutzung von Flächen geht.

Workshops auch für die Kleinsten

„Wir haben unsere Böden nicht von unseren Groß­eltern oder Eltern geerbt, sondern von unseren Kinder geliehen und darauf müssen wir aufpassen.“ Deshalb engagiert er sich auch als Boden­bot­schafter und veran­staltet mit dem Verein Vielfalts­Vi­sionäre „Kinder­bo­dentage“. Bei diesen Veran­stal­tungen erfahren Kinder spiele­risch mehr über den Boden. „Das Spannende ist, dass wir so nicht nur die Kinder erreichen, sondern auch die Erwach­senen“, sagt Knittel­felder. An die 30 Unter­nehmen unter­stützen diese Initiative bereits. In den vergan­genen Monaten lernten rund 500 Kinder mehr über Regen­würmer und Co. „Wenn wir beginnen, den Boden als leben­digen

Organismus zu betrachten und nicht bloß als irgend­eine Pflanz­fläche, verändert sich unser gesamter Blick auf Gartenbau und Landwirt­schaft. Dann wird aus Gärtnern plötzlich Boden­pflege und aus Ernten Verant­wortung.“

Info-Icon
Dieser Artikel ist in Ausgabe 19/26 erschienen.
Info-Icon
Ähnliche Artikel finden Sie in der Kategorie: Kärnten nachhaltig